Rofo 2019; 191(S 01): S51
DOI: 10.1055/s-0037-1682151
Vortrag (Wissenschaft)
Muskuloskelettale Radiologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Validierung einer neuentwickelten Software (SMQ) zur Quantifizierung der thorakalen Muskeldichte im Rahmen der Sarkopenie-Diagnostik

A Loh
1   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Lübeck
,
A Fürschke
1   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Lübeck
,
A Frydrychowicz
1   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Lübeck
,
J Barkhausen
1   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Lübeck
,
S Kopelke
2   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Medizinische Klinik I, Station 41cn, Lübeck
,
N Gebauer
3   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Institut für Pathologie, Lübeck
,
A Hering
4   Fraunhofer Mevis, Institute for Medical Image Computing, Lübeck
,
A Derksen
5   Fraunhofer Mevis, Institute for Medical Image Computing, Lübeck
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
27 March 2019 (online)

 
 

    Zielsetzung:

    Die Sarkopenie kann als wichtiger prognostischer Marker maligner Erkrankungen auf Basis der cross-sectional muscle area (CSMA) mittels Computertomografie (CT) zuverlässig bestimmt werden. Aktuelle Studien zeigen, dass neben der bereits validierten CSMA-Beurteilung auf Höhe des dritten Lendenwirbels eine Quantifizierung des M. pectoralis-Querschnitts auf Höhe des vierten Brustwirbels zu einer verbesserten Aussage führt. Ziel war es daher, eine neue Software auf Ihre Anwendung zur semiautomatischen Pectoralis-CSMA zu überprüfen.

    Material und Methoden:

    Nach Genehmigung der Ethikkommission wurde die Pectoralis-CSMA in 24 thorakalen CT-Scans von zufällig ausgewählten Patienten von zwei unabhängigen Untersuchern mittels SMQ (Mevis Fraunhofer, Bremen) und der bereits validierten Software OsiriX MD (pixmeo, Bernex, CH) ausgewertet, die Untersuchungszeit dokumentiert. Als Threshold wurden Hounsfield-Einheiten von -29 bis 150 zugrunde gelegt. Lineare Korrelation, Bland-Altman (BA)-Analyse und t-Test wurden zum Sofware-, inter- und intra-observer-Vergleich verwendet.

    Ergebnisse:

    Beide Programme zeigen eine gut übereinstimmende Pectoralis-CSMA, Osirix: 32,3 ± 12,9 cm2; SMQ: 29,2 ± 12,2 cm2 (R2= 0,9; p < 0,01). Die Bland-Altman-Analyse zeigte eine geringe Unterschätzung durch SMQ (mittlere Abweichung ± 1,96SD 3,1 ± 8,0 cm2 [-4,9; 11,2]). Der intraobserver-Vergleich zeigte eine hohe Übereistimmung (Osirix 29,2 ± 12,4 cm2; SMQ 29,4 ± 11,3 cm2; R2= 0,93; p < 0,05) mit gering höheren Werten für SMQ (BA: -0,2 ± 6,3 cm2 [-6,5; 6,0]). Der inter-observer-Vergleich zeigte eine gute Übereinstimmung der SMQ-Ergebnisse (Obs1: 29,2 ± 12,1 cm2; Obs2: 26,8 ± 11,4 cm2; R2= 0,94, p = n.s.), mit höheren Werten bei Obs1 (BA: -2,4 ± 4,7 cm2 [-7,11; 2,31). Die mittlere Untersuchungszeit war mit SMQ mit 22 ± 3 s kürzer als mit 32 ± 4 s bei OsiriX MD (p < 0,01).

    Schlussfolgerungen:

    SMQ eignet sich für die zuverlässige und zeitsparende Pectoralis-CSMA-Quantifizierung anhand von CT-Scans auf Höhe TH 4.


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