Z Gastroenterol 2018; 56(08): e373-e374
DOI: 10.1055/s-0038-1669119
Kurzvorträge
Endoskopie und minimalinvasive Chirurgie
ESD: Technik und Ergebnisse – Donnerstag, 13. September 2018, 12:30 – 13:42, 21b
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Deutsches ESD-Register – aktueller Stand

C Fleischmann
1   Klinikum Augsburg, III. Medizinische Klinik, Augsburg, Deutschland
,
A Probst
1   Klinikum Augsburg, III. Medizinische Klinik, Augsburg, Deutschland
,
A Ebigbo
1   Klinikum Augsburg, III. Medizinische Klinik, Augsburg, Deutschland
,
S Faiss
2   Asklepios Klinik Barmbek, Gastroenterologie und interventionelle Endoskopie, Hamburg, Deutschland
,
B Schuhmacher
3   Elisabeth-Krankenhaus Essen, Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, Essen, Deutschland
,
HP Allgaier
4   Evangelisches Diakoniekrankenhaus, Medizinische Klinik, Freiburg, Deutschland
,
C Rust
5   Barmherzige Brüder München, Klinik für Innere Medizin I, München, Deutschland
,
FL Dumoulin
6   Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Klinik für Innere Medizin, Bonn, Deutschland
,
D Hartmann
7   Sana-Klinikum Lichtenberg, Innere Medizin I, Berlin, Deutschland
,
J Mayerle
8   Universitätsklinikum München, Medizinische Klinik und Poliklinik II, München, Deutschland
,
F Kolligs
9   HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Klinik für Innere Medizin, Berlin, Deutschland
,
H Mörk
10   Kreisklinikum Calw-Nagold, Klinik für Innere Medizin I, Nagold, Deutschland
,
K Caca
11   Klinikum Ludwigsburg, Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Pneumologie, Diabetologie und Infektiologie, Ludwigsburg, Deutschland
,
J Pohl
12   Asklepios Klinik Altona, Interventionelles Endoskopiezentrum und Schwerpunkt gastrointestinale Onkologie, Hamburg, Deutschland
,
R Reinehr
13   Elbe-Elster Klinikum, Innere Medizin, Herzberg, Deutschland
,
J Albert
14   Robert-Bosch-Krankenhaus, Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Stuttgart, Deutschland
,
M Götz
15   Universitätsklinikum Tübingen, Innere Medizin I, Tübingen, Deutschland
,
J Hampe
16   Universitätsklinikum Dresden, Medizinische Klinik I, Dresden, Deutschland
,
H Messmann
1   Klinikum Augsburg, III. Medizinische Klinik, Augsburg, Deutschland
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
13 August 2018 (online)

 
 

    Einleitung:

    Aktuell stellt die endoskopische Submukosadissketion noch kein Standardverfahren zur endoskopischen Therapie von prämalignen und frühmaligen Läsionen im Gastrointestinaltrakt dar. Ziel der ESD ist es, Läsionen en bloc zu resezieren um eine histopathologisch klare Aussage hinsichtlich einer R0-Resektion sowie der Tiefeninfiltration treffen zu können. Im asiatischen Raum liegen bereits Studien mit hohen Fallzahlen vor, mit sehr guten Ergebnissen u.a. bezüglich der Rezidivrate. Aus Europa, Amerika oder Australien wurden bislang wenige Daten publiziert. Diese wurden zudem ausschließlich in single center Studien erhoben.

    Daten aus Deutschland zeigen, dass nach einer gewissen Lernkurve ausgezeichnete En-bloc-Resektionsraten sowie niedrige Komplikationsraten erreicht werden. Insgesamt fehlte jedoch noch eine systematische Datenerfassung.

    Methodik:

    Im deutschlandweiten ESD-Register sollen alle Patienten, welche vom 01.01.2017 – 31.12.2018 mittels ESD behandelt werden und wurden, erfasst werden. Für jeden eingeschlossenen Patienten soll nach 3 sowie nach 12 Monaten eine Follow Up Untersuchung stattfinden. Es werden Komplikationen erfasst, und auch, welche Resultate hinsichtlich des technischen und histologischen Erfolgs erzielt werden konnten. Zusätzlich soll die Wirtschaftlichkeit der Behandlungsmethode an sich beurteilt werden.

    Aktueller Stand:

    Bis zum 31.04.2018 wurden von 16 Zentren insgesamt 465 Patienten in das Register eingeschlossen. Die Patientenverteilung ist aus der unten angeführten Grafik ersichtlich.

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    Abb. 1: Aktueller Stand Deutsches ESD-Register

    Schlussfolgerung:

    Durch das ESD-Register besteht die Möglichkeit, alle deutschlandweit zwischen 2017 bis 2018 durchgeführten endoskopischen Submukosadissektionen systematisch zu erfassen und unter anderem bezüglich Rezidivraten, Kosten, Komplikationen sowie histopathologischer Beurteilung zu analysieren. Hiermit kann die ESD als Behandlungsmethode in Bezug auf Patientenoutcome sowie Wirtschaftlichkeit weiter optimiert und etabliert werden.


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    Abb. 1: Aktueller Stand Deutsches ESD-Register