Deeg, Karl-Heinz et al.: 2014 Ultraschalldiagnostik in Pädiatrie und Kinderchirurgie DOI: 10.1055/b-0035-106787
1 Gehirn

1.13 Infektiöse ZNS-Erkrankungen

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Book

Editors: Deeg, Karl-Heinz; Hofmann, Volker; Hoyer, Peter Friedrich

Authors: Aumann, Volker; Bönhof, Jörg A.; Feldkamp, Axel; Gaßner, Ingmar; Graf, Reinhard; Haber, Peter; Jüngert, Jörg; Mentzel, Hans-Joachim; Mohnike, Konrad; Riccabona, Michael; Schweintzger, Gerolf; Spieß, Thomas; Vester, Udo; von Rohden, Ludwig; Wiemann, Dagobert

Title: Ultraschalldiagnostik in Pädiatrie und Kinderchirurgie

Subtitle: Lehrbuch und Atlas

Print ISBN: 9783131009548; Online ISBN: 9783131879448; Book DOI: 10.1055/b-003-106490

Subjects: Pediatric & Neonatal Medicine;Medical Imaging: Sonography, Ultrasonics;Paediatric Surgery

Thieme E-Book Library Klinik & Praxis (Deutschsprachig)



a Im Bereich der Basalganglien zeigen sich streifenförmige Echogenitätsvermehrung.
b Mit der farbkodierten Doppler-Sonografie entsprechen die Echogenitätsvermehrungen den Wänden der Aa. thalamostriatae. ATS = A. thalamostriata.
c Streifenförmige Echogenitätsvermehrungen im Bereich der Basalganglien.
d Farbkodierte Doppler-Sonografie: Die Echogenitätsvermehrungen entsprechen den Wänden der Aa. thalamostriatae.
e Gepulste dopplersonografische Flussmessung in einer A. thalamostriata. Systolisch-diastolischer Fluss mit niedrigen Flussgeschwindigkeiten (19,8/7,3/7,3 cm/s; Arteria-thalamostriata-Flussmessung).
f Mittlerer Koronarschnitt: Hydrocephalus internus mit mäßiger Erweiterung der Seitenventrikelvorderhörner. Fleckförmige Echogenitätsvermehrungen im Bereich des Ependyms der Seitenventrikel und der Basalganglien bei beginnender Verkalkung.
g Parasagittalschnitt: Streifenförmige Echogenitätsvermehrungen unklarer Genese im Bereich der Basalganglien (Candle-Stick).
Abb. 1.123 Streifenförmige Echogenitätsvermehrungen der Basalganglien bei konnataler CMV-Infektion. Im Parasagittalschnitt verlaufen diese Echogenitätsvermehrungen wie die Vasa thalamostriata fingerförmig zu den Basalganglien (▶ Tab. 1.51).
a Parasagittalschnitt durch den Seitenventrikel bei einem Neugeborenen mit konnataler CMV-Infektion: Zysten im Bereich der Germinalmatrix. Abb. von D. Franke, Hannover.
b Mittlerer Koronarschnitt: Zysten im Bereich beider Keimlager. Abb. von D. Franke, Hannover.
c Vanishing Cerebellum bei pränataler CMV-Infektion bei einem Frühgeborenen der 23. SSW im Alter von 4 Monaten.
d Vanishing Cerebellum bei pränataler CMV-Infektion bei einem Frühgeborenen der 23. SSW im Alter von 4 Monaten. Die Abbildungen zeigen einen kleinen Kleinhirnwurm (V) im medianen Sagittalschnitt und ein Fehlen der gesamten linksseitigen Kleinhirnhemisphäre (Sterne) im nach hinten geneigten Koronarschnitt. Die rechte Kleinhirnhemisphäre (C) bildet sich normal ab. Als Nebenbefund fehlendes Septum pellucidum sowie leichte Ventrikelerweiterung.
e Vanishing Cerebellum: Zyste im Bereich der Kleinhirnhemisphären (Kreuze). C = hypoplastische Kleinhirnhemisphäre; CM = große Cisterna magna. Sonografie durch die linke Seitenfontanelle. Abb. von I. Gaßner, Innsbruck.
Abb. 1.124 Konnatale CMV-Infektion.
a Koronarschnitt bei einem Neugeborenen. Mäßiggradiger Hydrocephalus internus mit Erweiterung der Seitenventrikel und besonders der Temporalhörner. Im Bereich der Thalamuskerne diffuse Echogenitätsvermehrung (6–7 mm Durchmesser) ohne Schallschatten, die einer beginnenden Verkalkung des Thalamus entspricht.
b Ventrikulitis bei pränataler Toxoplasmoseinfektion (hinterer Koronarschnitt). Symmetrische Erweiterung beider Seitenventrikel mit Dilatation der Seitenventrikelkorpora und Hinterhörner. Feinste Binnenreflexe in beiden Seitenventrikeln sowie echogene Septen im Bereich des rechten Seitenventrikelkorpus als Ausdruck einer abgelaufenen Ventrikulitis.
c Multizystische Enzephalomalazie sowie punktförmige Echogenitätsvermehrungen nach pränataler Toxoplasmoseinfektion im Alter von 6 Monaten (Parasagittalschnitt). Vollständige Zerstörung der normalen Architektur des Gehirns. Im Okzipitalbereich 9 cm große porenzephale Zyste. Im Frontoparietalbereich multiple kleinere Zysten, die durch echogene Septen voneinander abgetrennt sind. In der Mitte des Bildes punktförmige Echogenitätsvermehrungen, die intrakraniellen Verkalkungen entsprechen.
Abb. 1.125 Pränatale Toxoplasmoseinfektion.
a Parasagittalschnitt durch den erweiterten Seitenventrikel im Alter von 3 Tagen: Echogenitätsvermehrung im Bereich der periventrikulären Keimlager mit teilweise zystischer Transformation. Binnenreflexe im Ventrikelsystem, die sich im Temporal- und Hinterhornbereich sedimentiert haben und Hinweis auf eine assoziierte Ventrikulitis sind. Differenzialdiagnostisch ist eine intraventrikuläre Blutung in Erwägung zu ziehen. Kleiner zystischer Substanzdefekt parietookzipital.
b Nach okzipital geneigter Koronarschnitt: Erweitertes Ventrikelsystem, echogenes Material, das sich im Hinterhorn sedimentiert hat und dem Plexus chorioideus aufgelagert ist. Punktförmige Echogenitätsvermehrungen im Bereich des Seitenventrikelependyms (Pfeil) als Ausdruck einer assoziierten Ventrikulitis. Zystischer Substanzdefekt parietal im Bereich des Seitenventrikelkorpus.
Abb. 1.126 Konnatale Coxsackie-Virus-Infektion bei einem Frühgeborenen der 28. SSW mit einem Geburtsgewicht von 660 g. Abb. von I. Gaßner, Innsbruck.
a Erweiterung der äußeren Liquorräume hochparietal bei eitriger Meningokokken-Meningitis. Feinste Binnenreflexe im Bereich der erweiterten äußeren Liquorräume, die durch eitrigen Detritus zustande kommen. Abb. von I. Gaßner, Innsbruck.
b Sagittale Ausschnittsvergrößerung der Hirnoberfläche bei einem Kind mit Streptokokken-Meningitis. Die echogenen Auflagerungen auf der Hirnoberfläche entsprechen eitrigem Detritus. Abb. von I. Gaßner, Innsbruck.
c Medianer Sagittalschnitt bei eitriger Meningitis. Der gesamte Interhemisphärenspalt und die angrenzenden Großhirnhemisphären stellen sich echogen dar, bedingt durch aufgelagerten eitrigen Detritus. 3 = III. Ventrikel; 4 = IV. Ventrikel.
Abb. 1.127 Echogene Auflagerungen auf der Hirnoberfläche bei eitriger Meningitis.
a Farbkodierte dopplersonografische Darstellung der Blutströmung im Bereich der Hirnoberfläche (Sagittalschnitt): Vermehrte Vaskularisation der Hirnoberfläche mit Darstellung multipler kortikaler Arterien und Venen, ausgeprägte Blutströmung im Sinus sagittalis superior.
b Darstellung der vermehrten Perfusion der Basalganglien mit dem Farb-Doppler bei einem Säugling, der im Alter von 7 Wochen an einer Streptokokken-Meningitis erkrankte (Koronarschnitt): Vermehrte Vaskularisierung der Basalganglien mit besonderer Betonung der Durchblutung des Nucleus-caudatus-Kopfs. Vermehrte Vaskularisierung der Basalganglien mit Darstellung einer vermehrten Blutströmung im Bereich der Vasa thalamostriata.
c Darstellung der vermehrten Perfusion der Basalganglien mit dem Power-Doppler bei dem Säugling aus ▶ Abb. 1.128. Vermehrte Vaskularisierung der Basalganglien mit besonderer Betonung der Durchblutung des Nucleus-caudatus-Kopfs.
d Gepulste dopplersonografische Flussmessung in der A. cerebri anterior bei eitriger Meningitis. Hohe systolische und v.a. diastolische Flussgeschwindigkeiten über 1 m/s als Ausdruck einer vermehrten Hirnperfusion.
e Dopplersonografische Flussmessung im intrakraniellen Anteil (ICAi) und extrakraniellen Anteil (ICAe) der A. carotis interna bei einem Kind mit bakterieller Meningitis. Anstieg der Flussgeschwindigkeiten vom extrakraniellen Anteil (rechte Seite des Doppler-Frequenzspektrums) zum intrakraniellen Anteil (linke Seite). Die maximale systolische Flussgeschwindigkeit steigt von 85 cm/s extrakraniell auf 137 cm/s intrakraniell an. Der Anstieg von extrakraniell nach intrakraniell spricht für einen gesteigerten Schädelinnendruck.
Abb. 1.128 Dopplersonografische Flussmessung bei bakterieller Hirnhautentzündung.
a Zerebraler Infarkt bei Infektion mit beta-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe B. Parasagittalschnitt durch den Seitenventrikel bei einem 6 Wochen alten Mädchen mit Streptokokken-Meningoenzephalitis: Fokale Echogenitätsvermehrung im Bereich des Nucleus-caudatus-Kopfs sowie parietal oberhalb des Balkens als Ausdruck eines venösen Infarkts.
b Zerebraler Infarkt bei Infektion mit beta-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe B. Farbkodierte dopplersonografische Blutströmung im Bereich der Basalganglien. Gute Vaskularisation im Thalamusbereich. Verminderte bzw. fehlende Vaskularisation im Bereich des Nucleus-caudatus-Kopfes und im fokalen Infarkt oberhalb des Balkens.
c Infarkte im Bereich der Basalganglien bei einem 4 Wochen alten Jungen mit Streptokokken-Meningoenzephalitis. Symmetrische Echogenitätsvermehrung im Bereich der Basalganglien bds., dem Thalamus und Hypothalamus entsprechend. Der Nucleus-caudatus-Kopf stellt sich unauffällig dar.
d Mediainfarkt nach Meningoenzephalitis durch beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe B. Mittlerer Koronarschnitt bei einem 8 Wochen alten männlichen Säugling. Keilförmige Echogenitätsvermehrung dem Versorgungsgebiet der A. cerebri media entsprechend. Die Versorgungsgebiete der A. cerebri anterior und posterior stellen sich hochparietal und posterior im unteren Bildabschnitt mit normaler Echogenität dar. Mit der farbkodierten Doppler-Sonografie konnte ein erniedrigter Fluss in der entsprechenden A. cerebri media nachgewiesen werden. Abb. von I. Gaßner, Innsbruck.
e Mediainfarkt nach Meningoenzephalitis durch beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe B. Parasagittalschnitt durch die Basalganglien und die angrenzenden Großhirnareale im Alter von 4 Monaten, 8 Wochen nach dem Infarkt. Ausbildung von multiplen kleinsten Zysten, die durch einzelne Septen voneinander getrennt sind und teilweise konfluieren, als Ausdruck der Kolliquationsnekrose nach Mediainfarkt. Abb. von I. Gaßner, Innsbruck.
Abb. 1.129 Zerebrale Infarkte.
a Koronarschnitt.
b Parasagittalschnitt.
c Dopplersonografische Flussmessung in der A. cerebri anterior: Retrograder enddiastolischer Fluss als Ausdruck für einen deutlich gesteigerten Schädelinnendruck, der über dem diastolischen Blutdruck liegt.
Abb. 1.130 Raumfordernde Subduralergüsse bei einem Frühgeborenen der 28. SSW mit einer Meningitis ohne Erregernachweis. Abflachung der Hirnoberfläche und Aufspreizung des Interhemisphärenspalts. Der Hirnoberfläche aufgelagert ist echogenes Material, darüber ein echofreier Subduralerguss. Das Ventrikelsystem ist normal weit. Abb. von I. Gaßner, Innsbruck.
a Mittlerer Koronarschnitt im Alter von 4 Wochen. Mäßig erweitertes Ventrikelsystem. Die Seitenventrikel-Vorderhörner und Temporalhörner sind mit echogenem Material gefüllt, das sich am Boden der Seitenventrikel-Vorderhörner sedimentiert und dort zu einem typischen Bodensatz geführt hat (Pfeil). Es zeigen sich echogene Septen, die das Ventrikelsystem durchziehen. Das Ependym der Seitenventrikel-Vorderhörner stellt sich echogen dar als Ausdruck einer gleichzeitig bestehenden Ependymitis. Die Entzündung ist auch auf die periventrikuläre Region übergegangen, die eine diffuse Echogenitätsvermehrung aufweist. VH = Vorderhorn; TH = Temporalhorn; 3 = III. Ventrikel.
b Parasagittalschnitt durch den erweiterten Seitenventrikel. Das Ventrikelsystem ist mit echogenem Material aufgefüllt, das sich im Bereich des Temporalhorns und des Hinterhorns sedimentiert hat. Am Übergang des Hinterhorns zum Seitenventrikeltrigonum zeigt sich eine typische Spiegelbildung. Auch im Seitenventrikelkorpus und Vorderhorn lassen sich feinste Binnenreflexe nachweisen. Im Vorderhornbereich kommen echogene Fibrinfäden zur Darstellung. Das Ependym des Seitenventrikels und die periventrikuläre Region stellen sich echogen dar.
c Kompartment-Hydrozephalus nach Ventrikulitis in der Neonatalperiode (Parasagittalschnitt durch den erweiterten Seitenventrikel). Der Seitenventrikel ist im Vorderhorn- und Hinterhornbereich von mehreren echogenen Septen durchzogen (Pfeil). Hierdurch kommt es zu einer Kompartimentierung des Ventrikelsystems, die die freie Liquorzirkulation behindert und die Sanierung des Liquors erschwert.
d „Isolated fourth ventricle“ nach E.-coli-Ventrikulitis in der Neonatalperiode im Alter von 10 Wochen (medianer Sagittalschnitt, gleicher Patient). Überproportionale Erweiterung des IV. Ventrikels (4), der sich kuppelförmig in Richtung Hirnstamm und Kleinhirnwurm vorwölbt. Der Seitenventrikel war zu diesem Zeitpunkt bereits mit einer liquorableitenden Drainage versorgt. Die überproportionale Erweiterung des IV. Ventrikels kommt durch eine gleichzeitige Blockade des Aquaeductus cerebri und der Foramina Luschkae und Magendii zustande. Trotz der deutlichen Erweiterung des III. und IV. Ventrikels lässt sich der Aquädukt nicht darstellen. Der IV. Ventrikel musste durch eine 2. liquorableitende Drainage abgeleitet werden.
Abb. 1.131 Ventrikulitis nach E.-coli-Meningitis in der Neonatalperiode.
a Koronarschnitt: Ausgeprägter postmeningitischer Hydrozephalus mit Dilatation der Seitenventrikelvorderhörner, Hinterhörner und Temporalhörner sowie des III. Ventrikels. Das Ventrikelsystem ist mit multiplen Binnenreflexen gefüllt. Weiterhin zeigen sich Fibrinfäden, die das Ventrikelsystem sowohl im Vorderhornbereich als auch im Temporalhorn und Hinterhornbereich durchziehen.
b Parasagittalschnitt: Ausgeprägter postmeningitischer Hydrozephalus mit Dilatation der Seitenventrikelvorderhörner, Hinterhörner und Temporalhörner sowie des III. Ventrikels. Das Ventrikelsystem ist mit multiplen Binnenreflexen gefüllt, Fibrinfäden durchziehen das Ventrikelsystem .
c Medianer Sagittalschitt durch das Seitenventrikelvorderhorn (SV), den III. und IV. Ventrikel: Multiple Binnenreflexe als Ausdruck der Ventrikulitis; erweiterter III. und IV. Ventrikel (3, 4) die ebenfalls mit Binnenreflexen gefüllt sind; Fibrinfäden sowohl im okzipitalen Anteil des III. Ventrikels als auch im Dach des IV. Ventrikels. Echogenitätsvermehrung im Bereich der angrenzenden Großhirn- und Kleinhirnhemisphären.
d Parasagittalschnitt durch den Seitenventrikel nach Anlage einer Außenableitung: Echogene Darstellung des Ependyms als Hinweis auf eine Ventrikulitis; Binnenreflexe im Ventrikelsystem, die sich im Hinterhorn des Seitenventrikels sedimentiert haben.
Abb. 1.132 Ventrikulitis bei einem 6 Wochen alten Mädchen mit Streptokokken-B-Meningitis.
a Isolierte Foramina Luschkae. Nach okzipital geneigter Koronarschnitt: 2 zystische Raumforderungen (Z) im Bereich der Kleinhirnhemisphären über den Öffnungen der Foramina Luschkae.
b Isolierte Foramina Luschkae. Axialschnitt durch die hintere Seitenfontanelle: Die isolierten Foramina Luschkae stellen sich als Zysten (Z) paramedian im Bereich der Kleinhirnhemisphären (C) dar.
c Entwicklung von isolierten Plexus chorioidei der Seitenventrikel (Koronarschnitt). Nach einigen Wochen zeigen sich mehrere Zysten zwischen den Plexus chorioidei und den angrenzenden Basalganglien.
d Entwicklung von isolierten Plexus chorioidei der Seitenventrikel (Sagittalschnitt). Zwischen den Plexus chorioidei und den angrenzenden Basalganglien zeigen sich nach einigen Wochen mehrere Zysten.
e Die Zysten nehmen mit zunehmendem Alter an Zahl und Größe zu und führen zu einer Kompression der angrenzenden Basalganglien, insbesondere des Thalamus (Koronarschnitt). 3 = III. Ventrikel; TH = Temporalhorn; VH = Vorderhorn; Z = Zyste.
f Sagittalschnitt: Die Zysten nehmen mit zunehmendem Alter an Zahl und Größe zu und führen zu einer Kompression der angrenzenden Basalganglien, insbesondere des Thalamus. Weiterhin Hydrocephalus internus.
Abb. 1.133 Kompartement-Hydrozephalus als Komplikation nach durchgemachter Ventrikulitis (gleiches Kind wie in ▶ Abb. 1.132).
a Frontoparietaler Hirnabszess (Pfeil) nach Enterokokken-Meningoenzephalitis in der Neonatalperiode (Parasagittalschnitt durch den Seitenventrikel). Frontoparietal zeigt sich eine 2,5 cm große, oberhalb des Seitenventrikel-Vorderhorns lokalisierte Echogenitätsvermehrung mit echogenem Randsaum. Es handelt sich um einen relativ frischen Hirnabszess, der sich im weiteren Verlauf verflüssigte und in einen zystischen Substanzdefekt umwandelte. Er konnte durch konservative antibiotische Therapie saniert werden.
b Parasagittalschnitt durch das erweiterte Ventrikelsystem bei einem Frühgeborenen mit Enterobacter-cloacae-Meningitis und Ventrikulitis: Binnenreflexe im Ventrikelsystem und echogene Auskleidung des Ventrikels als Ausdruck einer Ventrikulitis. Großer Substanzdefekt im Okzipitalhirn der das Hinterhorn des Seitenventrikels komprimiert. Echogener Detritus im Bereich des zystischen Substanzdefekts, bei dem es sich um einen Abszess handelt.
c Parasagittalschnitt neben dem Seitenventrikel: Darstellung eines 4,1 cm großen okzipitalen Substanzdefekts mit echogenem Randsaum und echogenen Detritus, bei dem es sich um einen Abszess handelt.
d Parasagittalschnitt (im Alter von 7 Wochen) durch den erweiterten Seitenventrikel bei einem Neugeborenen mit Serratien-Meningitis und Ventrikulitis, das einen Hirnabszess entwickelte: 5,8 cm messende okzipitale Zyste mit breiter Kommunikation mit dem Seitenventrikeltrigonum. Somit war der Abszess in der Zwischenzeit ins Ventrikelsystem rupturiert. Der zugehörige Seitenventrikel ist deutlich dilatiert. Reste des echogenen Materials, die vorher im Bereich der Zyste nachweisbar waren, finden sich jetzt am Boden des Temporalhorns.
e Hinterer Koronarschnitt im Alter von 7 Wochen: Asymmetrischer Hydrozephalus, bedingt durch die große porenzephale Zyste, die eine breite Kommunikation mit dem Seitenventrikelkorpus aufweist. Der Abszess hat sich in der Zwischenzeit vollständig verflüssigt, sodass sich keine Binnenreflexe mehr nachweisen lassen.
Abb. 1.134 Hirnabszesse.
a Pränatale Infektion mit dem Coxsackie-Typ-B-Virus. Parasagittalschnitt: Multiple kleinste Zysten im Nucleus-caudatus-Kopf bds.
b Pränatale Infektion mit dem Coxsackie-Typ-B-Virus. Koronarschnitt: Multiple kleinste Zysten im Nucleus-caudatus-Kopf bds.
c Multizystische Enzephalomalazie nach Serratien-Meningoenzephalitis bei einem 3 Monate alten ehemaligen Frühgeborenen (medianer Sagittalschnitt). Die normale Anatomie ist nicht mehr sicher darstellbar. Das Gehirn ist durchsetzt von multiplen unterschiedlich großen Zysten (Z). C = Kleinhirn; SV = Seitenventrikel; V = Kleinhirnwurm; 3, 4 = III., IV. Ventrikel.
d Multizystische Enzephalomalazie nach pränataler Toxoplasmoseinfektion bei einem 6 ½ Monate alten Mädchen (mittlerer Koronarschnitt). Ausgeprägter Hydrocephalus internus. Das Großhirn ist durchsetzt von multiplen unterschiedlich großen, teilweise septierten zystischen Arealen sowie punktförmigen Echogenitätsvermehrungen, bei denen es sich um intrakranielle Verkalkungen handelt. Die normale Anatomie kann nicht mehr eindeutig identifiziert werden.
Abb. 1.135 Zysten nach infektiösen ZNS-Erkrankungen.
a Koronarschnitt durch das Frontalhirn. Leichte Erweiterung der äußeren Liquorräume. Vor den Seitenventrikel-Vorderhörnern, die auf dem Schnittbild nicht mit dargestellt sind, zeigen sich multiple punktförmige Echogenitätsvermehrungen ohne Schallschatten.
b Mittlerer Koronarschnitt im Alter von 7 Wochen. Mäßiggradige Erweiterung der Seitenventrikel-Vorderhörner und des III. Ventrikels. Periventrikulär lassen sich im Bereich der Nucleus-caudatus-Köpfe und des Thalamus multiple punktförmige Echogenitätsvermehrungen nachweisen. Auch im Bereich des Pallidums und Putamens kommen punktförmige Echogenitätsvermehrungen zur Darstellung.
c Parasagittalschnitt durch die Inselregion im Alter von 3 Monaten. Multiple punktförmige, diffus über die gesamte weiße Substanz des Großhirns verteilte Echogenitätsvermehrungen ohne Schallschatten.
Abb. 1.136 Intrakranielle Echogenitätsvermehrungen nach Meningoenzephalitis, bedingt durch Candida albicans, bei einem Frühgeborenen der 24. SSW, das im Alter von 6 Wochen an einer Meningoenzephalitis erkrankte. Bei den Echogenitätsvermehrungen handelt es sich um Pilzgranulome. Die punktförmigen Echogenitätsvermehrungen sind typisch für Pilzinfektionen des Gehirns.
a Koronarschnitt im Alter von 14 Tagen: Multiple fleckförmige Echogenitätsvermehrungen im Bereich der Großhirnhemisphären und der Basalganglien; teilweise geringere Echogenität im Zentrum der Läsionen.
b Sagitalschnitt im Alter von 14 Tagen: Multiple fleckförmige Echogenitätsvermehrungen im Bereich der Großhirnhemisphären und der Basalganglien, teilweise geringere Echogenität im Zentrum der Läsionen.
c MRT (diffusionsgewichtetes ADC-Map-Bild) im Alter von 14 Tagen: Multiple runde Signalminderungen im Bereich beider Großhirnhemisphären.
d Sagitalschnitt im Alter von 19 Tagen: Ausbildung von einzelnen zystischen Läsionen in und neben den Echogenitätsvermehrungen. Teilweise sind die zystischen Läsionen mit echogenem Inhalt gefüllt.
e Sagitalschnitt (Ausschnitt) im Alter von 19 Tagen: Ausbildung von zystischen Läsionen in und neben den Echogenitätsvermehrungen. Teilweise sind die zystischen Läsionen mit echogenem Inhalt gefüllt.
f Koronare Ausschnittsvergrößerung im Alter von 25 Tagen: Zunehmende Zystenbildung im Bereich der ehemaligen Echogenitätsvermehrungen.
g Sagittale Ausschnittsvergrößerung im Alter von 25 Tagen: Zunehmende Zystenbildung im Bereich der ehemaligen Echogenitätsvermehrungen.
Abb. 1.137 Pilzenzephalitis bei einem Reifgeborenen mit Apnoen, Sepsis und Liquorpleozytose (240 Leukozyten/ml). Nachweis von Candida albicans in der Blutkultur.
Koronare Ausschnittsvergrößerung bei Pilzenzephalitis. Multiple runde Raumforderungen im Bereich der weißen Substanz, teilweise zystisch, teilweise mit Spiegelbildungen, die Abszessen entsprechen.
Sagittale Ausschnittsvergrößerung bei Pilzmeningitis (gleiches Kind wie in Video 1.19). Multiple echogene Abszesse, teilweise mit Zysten und echogenen Raumforderungen in den Zysten.