Seitz, Karlheinz et al.: 2016 Sonografie kompetent DOI: 10.1055/b-0036-136181
II Sonografische Untersuchung der Organe

18 Peritoneum und Retroperitoneum

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Book

Editors: Seitz, Karlheinz; Braun, Bernd

Authors: Amann-Vesti, Beatrice; Bönhof, Jörg A.; Görg, Christian; Lesnik, Gerald; Mauch, Martin; Mostbeck, Gerhard; Nürnberg, Dieter; Reuß, Joachim A.; Thalhammer, Christoph; Thomsen, Thomas; Wild, Klaus

Title: Sonografie kompetent

Subtitle: Von der Indikation zur Interpretation

Print ISBN: 9783132011113; Online ISBN: 9783131979117; Book DOI: 10.1055/b-003-125835

Subjects: Internal Medicine

Thieme E-Book Library Klinik & Praxis (Deutschsprachig)



Abb. 18.1 Fetus in der 5. Woche. Querschnitt.
Abb. 18.2 Fetus in der 10. Woche. Querschnitt.
Abb. 18.3 Omenta und peritoneale Kompartimente. Sagittale Schnittführung. Omentum majus und Omentum minus nach der Magendrehung mit peritonealen Kompartimenten. C = Colon transversum; D= Dünndarm; H = Harnblase; L = Leber; M = Magen; U = Uterus.
Abb. 18.4 Peritoneale „Mesos“ und Kompartimente. Koronale Schnittführung (Quelle: s. Literatur. Mit freundlicher Genehmigung von Springer Science und Business Media).
Abb. 18.5 Peritoneum, Teile des Retroperitoneums, Bursa omentalis. Koronale Schnittführung (nach s. Literatur).
Abb. 18.6 FAST-Standardschnitte. Untersuchungstechnik und FAST-Standardschnitte bei der Sonografie des Peritoneums (Schnitte 1–6  s. ▶ Tab. 18.3).
a Echogene Linie des Peritoneums (Pfeile). Unterbrechung der Linie durch infiltrierend wachsende noduläre Verdickung (Sterne)
b Ultraschallgezielte Biopsie (In-plane-Technik) der nodulären Verdickung (Stern). Pfeile = Biopsiekanüle. Histologie: wenig differenziertes Adenokarzinom.
Abb. 18.7 Peritoneum. Normales Peritoneum und noduläre Verdickung und Infiltration des Peritoneum bei Peritonealkarzinose mit Aszites.
Abb. 18.8 Freie Flüssigkeit. Flüssigkeit (Stern) zwischen Leber und Milz im Morison-Pouch. Zustand nach Trauma mit Milz- und Jejunalruptur.
a Ultraschall (Längsschnitt): verdicktes, echoarmes Omentum majus (zwischen den Kreuzen, Distanz 1,4 cm); Peritoneallinie (Peritoneum parietale) der vorderen Leibeswand (Pfeile); Aszites (Sterne). Punkte = US-Nadelverlauf vor geplanter Biopsie.
b CT auf gleicher Höhe: verdicktes Omentum majus (Pfeile); Aszites (Sterne).
Abb. 18.9 Verdickung des Omentum majus. Verdickung des Omentum majus bei Peritonealkarzinose mit Aszites (Primärtumor: Adenokarzinom des Pankreas).
Abb. 18.10 Mesotheliale Zyste. Querschnitt paramedian links auf Nabelhöhe: unilokuläre Zyste ohne erkennbare Wand im Peritoneum ventral der Aa. iliacae communes (Pfeile).
Abb. 18.11 Pseudomyxoma peritonei. Längsschnitt rechter Leberlappen: echoarme bis echofreie zystoide Strukturen im subhepatischen Kompartiment des Peritoneums verdrängen die Darmschlingen nach kaudal.
Abb. 18.12 Pseudozysten im Mesenterium. Querschnitt Mittelbauch auf Höhe der Mesenterialwurzel: zystische Raumforderungen.
a US-Längsschnitt Oberbauch: 3 cm große, echoarme Raumforderung (RF) an der großen Magenkurvatur.
b US-Querschnitt Oberbauch: echoarme Raumforderung.
c US-Querschnitt Oberbauch, frequenzkodierter Farb-Doppler: reichlich vaskularisierte Raumforderung.
d Koronale CT nativ: GIST (Stern) zwischen Magenantrum (Pfeile) und Querkolon (Pfeilspitze).
Abb. 18.13 Gastrointestinaler Stromatumor (GIST) im Lig. gastrocolicum.
Abb. 18.14 Abszess im rechten Unterbauch. Unscharf abgrenzbare Raumforderung, echoarm bis echofrei; Z.n. Appendektomie. Pfeile = Os ileum.
Abb. 18.15 Tuberkulöse Peritonitis. „Nasse“ Form der tuberkulösen Peritonitis: reichlich septierte Flüssigkeit im Becken.
Abb. 18.16 Peritonealkarzinose. Die komprimierte Gallenblase (GB) ist von echogenen Tumormassen (Pfeile) eingemauert.
Abb. 18.17 Mesenteriale Pannikulitis. CT des Abdomens: streifige Verdichtungen im Fettgewebe der Mesenterialwurzel mit scharfer Begrenzung (Pfeile). 67-jähriger Mann mit unspezifischen Bauchschmerzen, mehrmaliger Ultraschall negativ. Bei mittels CT gesicherter Diagnose ggf. sonografisch gesteuerte Stanzbiopsie zur histologischen Verifizierung.
a Längsschnitt Harnblase (Stern).
b Querschnitt Abdomen. Stern = Aorta.
Abb. 18.18 Der besondere Fall: tuberkulöse Peritonitis.
Abb. 18.19 Retroperitoneum. Räume und Faszien des Retroperitoneums. C = Colon descendens; N = Niere; WS = Wirbelsäule.
Abb. 18.20 Retroperitoneum. Retroperitoneale Räume und interfasziale Räume. WS = Wirbelsäule.
Abb. 18.21 Abszess. Längsschnitt: Abszess im rechten M. psoas; ausgedehnte echofreie, dickwandige Raumforderung.
a Längsschnitt Aorta: echoarme Formation ventral der Aorta abdominalis (Pfeile). Sterne = Wirbelkörper.
b Querschnitt, frequenzkodierte Farb-Doppler-Sonografie: echoarmes Material (Pfeile) um die Aorta (rot) und V. cava inferior (blau), mit Ausnahme bei 6 Uhr zwischen Wirbelkörper (Stern) und Gefäßen.
Abb. 18.22 Morbus Ormond (retroperitoneale Fibrose).
Abb. 18.23 Pneumoretroperitoneum. Querschnitt Oberbauch: Pneumoretroperitoneum nach endoskopischer retrograder Cholangio-Pankreatografie (ERCP) und Papillotomie. Dorsal der A. und V. mesenterica superior (Sterne) zahlreiche Reverberationsechos (Pfeile) durch Gas im Retroperitoneum, keine Abgrenzbarkeit von Aorta und V. cava inferior.
a Parasagittaler Längsschnitt durch den linken Leberlappen: dorsal von Leber und Magen fast 9 cm große Raumforderung, glatt begrenzt, teils zystisch, aber mit zahlreichen Echos hoher Amplitude.
b Schrägschnitt linker Oberbauch: zystische Raumforderung mit Septen und echogenen Strukturen.
c CT nativ: Raumforderung (Stern) ventral der linken Niere, dorsal des Magens, im Retroperitoneum; kalkmilchartiger Zysteninhalt mit Sekret-Sekret-Spiegeln. Septen im Unterschied zur Sonografie nicht darstellbar!
Abb. 18.24 Der besondere Fall. Bronchogene Zyste.
a Ausgedehnter Tumor (TU) (Histologie: Leiomyosarkom). Die Panaromaaufnahme lässt zwar die Ausdehnung des Tumors gut erkennen, die exakte Ausbreitung im Peritoneal- und Retroperitonealraum ist aber nicht beurteilbar. Selbst dem Untersucher fehlen auf dem Schnittbild Landmarken zur Orientierung und zur genaueren räumlichen Vorstellung. Die Serie von Querschnittsbildern im CT mit den umliegenden Organen und großen Gefäßen ermöglicht einem Betrachter den Befund viel eindrucksvoller und detailreicher.
b Diese ergänzende Schnittführung zu a demonstriert das weitgehend tumorös ausgemauerte kleine Becken. Man kann vermuten, dass der Tumor hier seinen Ausgang genommen hat.
c Große Raumforderung im linken Unterbauch. Die sonografische Information allein erlaubt keine Identifikation und klare räumliche Zuordnung der Raumforderung. Anamnestisch ging bei dieser anämischen Patientin mit Präschock eine Implantation einer Knie-TEP mit nachfolgender Unterschenkelthrombose voraus. Die Patienten hatte eine Heparinprophylaxe erhalten und war mit einem Kumarinpräparat behandelt und erhielt zusätzlich Azetylsalizylsäure (ASS). Es handelte sich um eine massive Einblutung in die Rektusscheide. Mit der CEUS (s. Video 18.1) kann die anhaltende Blutungsaktivität belegt werden.
d Runde, gut abgegrenzte ca. 5–6cm große, schwach echogene, teils echofreie und somit liquide Raumforderung dorsal der Harnblase. Bei „11 Uhr“-Darstellung eines Gefäßes im Querschnitt. Anamnestisch wurde 5 Jahre zuvor eine Goretexprothese wegen eines AVK vom Beckentyp implantiert. Entzündungsparameter und Körpertemperatur waren unauffällig.
e Korrespondierend zu d zeigt sich im Längsschnitt der am Rand der Raumforderung verlaufende durchblutete Goretexbypass. Die sonografisch gezielte Feinnadelaspiration ergab Pus, der blande Abszess heilte durch Aspiration ohne Rezidiv aus.
f Flankenschnitt rechts: riesiger Psoasabszess, Ausheilung nach Abszessdrainage. f1 zeigt B-Bild-Befund (Querschnitt rechter Unterbauch). f2 zeigt den hyperämischen Abszessrand mittels CEUS (simultane Darstellung mit B-Bild).
g Dorsal und unterhalb des Zwerchfells liegende Raumforderung (xy) bei oberer gastrointestinaler Blutung ohne sichere Zuordnung. Im Anschluss wird EUS veranlasst (▶ Abb. 18.25h).
h Mittels EUS kann ein vom Ösophagus ausgehender nach retroperitoneal einwachsender Tumor identifiziert werden (Histologie: gastrointestinaler Stromatumor).
i Tumoröse maligne Infiltration des Dünndarmmesenteriums von ca. 3x5cm Ausdehnung (+ +)
Abb. 18.25 Bildergalerie Retroperitoneum. Diagnostische Chancen und Schwierigkeiten bei der Sonografie des Retroperitoneums. Je größer der Tumor, umso schwieriger sind die räumliche und differenzialdiagnostische Zuordnung.