Klinikarzt 2018; 47(12): 618-624
DOI: 10.1055/a-0805-5574
Serie
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

ASCO 2018: Neues in der pädiatrischen Onkologie

Neue Ansätze zur Therapie und Verbesserung von Langzeitfolgen
Monika Sparber-Sauer
Pädiatrie 5 – Onkologie, Hämatologie und Immunologie, Olgahospital, Klinikum Stuttgart, Stuttgart
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Stefan Bielack
Pädiatrie 5 – Onkologie, Hämatologie und Immunologie, Olgahospital, Klinikum Stuttgart, Stuttgart
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Publication Date:
07 January 2019 (online)

Zusammenfassung

Die Neuigkeiten beim ASCO 2018 im Bereich der pädiatrischen Onkologie sind vielfältig. Die Therapien solider Tumoren und auch der Leukämien im Kindesalter sind inzwischen sehr gut: bei akzeptabler akuter Toxizität ist ein 5-Jahres ereignisfreies Überleben und Gesamtüberleben von inzwischen 80–90 % (je nach onkologischer Erkrankung) erreichbar [1]. Die Herausforderungen dieser Zeit sind die Verhinderung von Rezidiven und die Verminderung von Langzeitfolgen und auch Folgen für die Psyche. Mit niedrigdosierten Erhaltungstherapien, mit neuen, möglichst spezifischen ergänzenden Medikamenten wird versucht, bei gleichem Überleben diesen Herausforderungen zu begegnen. So gibt es vielversprechende neue Therapieansätze wie z. B. die Erhaltungstherapie bei den Rhabdomyosarkomen, dem der Standardtherapie hinzugefügtem Nelarabine bei der T-Zell-Leukämie oder ein alternatives Therapieregime bei dem Neuroblastom. Interessant sind Studien zur Assoziation von sportlicher Betätigung und Spätmortalität sowie zur Verbesserung psychosozialer Aspekte nach dem Überleben onkologischer Erkrankungen in der Kindheit. Regelmäßige sportliche Betätigung verringert die Gesamtmortalität und psychologische Interventionen können Denkmechanismen nach überlebter onkologischer Erkrankung verbessern.