In der Einleitung ihres Reviews gehen die Autoren darauf ein, dass sich bei der Anwendung
der WHO-Kriterien für Anämie, nämlich ein Hämoglobinwert von unter 13,0 g/dl bei Männern
und von unter 12,0 g/dl bei Frauen, eine der häufigsten Assoziationen mit sowohl akuter
als auch chronischer Herzinsuffizienz sowie auch mit Mortalität ergibt. Der Anämie
wiederum liegt u. a. häufig ein Eisenmangel zugrunde, wobei dieser z. B. in Indien
vorwiegend alimentär sowie durch Würmer bedingt ist, auch wenn andere Ursachen für
eine Herzinsuffizienz ausgeschlossen werden müssen. Ferner zeigt sich ein physiologischer
Eisenmangel beim Kleinkind, während der Schwangerschaft, beim Stillen und im Rahmen
der Menstruation sowie im Alter. Darüber hinaus müssen andere Ursachen für einen Eisenmangel
ausgeschlossen werden, wie z. B. gastrointestinale Malignome, die bei 10 % der Patienten
vorliegen können, die sich einer endoskopischen Untersuchung unterziehen. Andere Ätiologien
wie chronische Nierenerkrankung, chronisch-inflammatorische Erkrankungen und Krebs
wurden identifiziert, die jede für sich einer korrektiven Therapie bedürfen. Zudem
können schlechte Ernährung und Ödeme mit einer verminderten enteralen Resorption zu
einer Herzinsuffizienz beitragen, schließlich mit Entwicklung einer kardialen Kachexie
und Hypalbuminämie, welche als prognostisch ungünstiger Prädiktor gilt. Es bestand
in einer kanadischen Studie bei immerhin jedem Fünften der Teilnehmer mit Anämie ein
Eisenmangel.