Kopper JJ, Bolger ME, Kogan CJ et al. Outcome and complications in horses administered
sterile or non-sterile fluids intravenously. J Vet Intern Med 2019; 33: 2739–2745
Die intravenöse Verabreichung von Lösungen dient zur Erhaltung oder Wiederherstellung
des Flüssigkeitsvolumens in den Gefäßen und der Gewebedurchblutung. Sie ist entscheidend
bei der Behandlung von Pferden mit Erkrankungen, die eine Hypovolämie zur Folge haben.
Zu den typischen Indikationen gehören ein hoher gastrointestinaler Wasserverlust,
eine eingestellte Wasseraufnahme bzw. eine nicht tolerierte enterale Flüssigkeitstherapie.
Die langfristige (> 48 Stunden) intravenöse Applikation kommerzieller Infusionslösungen
(kILs) ist in der Pferdemedizin aufgrund deren Zusammensetzung (hohe Natrium- und
Chloridkonzentration) und einer zeitweisen mangelnden Verfügbarkeit limitiert. Dies
führte zur vermehrten Anwendung selbst hergestellter nicht steriler Infusionslösungen
(sILs) in Kliniken. Ziel dieser Arbeit war, bei Pferden, die mit kILs oder sILs therapiert
wurden, Überlebens- und Komplikationsrate, Blut-pH-Wert und die Plasmaelektrolytkonzentrationen
vergleichend auszuwerten.