Von den normalen Gemeinschaften an Mikroorganismen auf unserer Oberfläche wird schon
lange angenommen, dass sie einen Schutzschild für die Haut bilden. Nur wie das funktioniert,
lag bisher im Dunklen. Nun hat die Arbeitsgruppe von Friedrich Götz, Seniorprofessor
für Mikrobielle Genetik an der Universität Tübingen, bei Mäusen einen natürlichen
Prozess entdeckt, der zur Schutzfunktion beiträgt. Eine entscheidende Rolle spielen
geringe Mengen von Aminen, sogenannte Spurenamine, die von verschiedenen Bakterienarten
der Gattung Staphylococcus produziert werden. Sie wirken den bei Stress, wie einer
Hautverletzung, freigesetzten Stoffen entgegen und beschleunigen so die Wundheilung.
Ihre Studie haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Fachzeitschrift
'Communications Biology' veröffentlicht [1].