Zusammenfassung
Hintergrund Im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie wurde zur Bewältigung der erwarteten COVID-19-Patienten
eine Reduktion der ambulanten und stationären elektiven Patientenbehandlung an den
dafür vorgesehenen Kliniken gefordert. Je nach örtlichen Gegebenheiten und Versorgungsauftrag
kam es während der SARS-CoV-2-Restriktionen zu unterschiedlichen Auswirkungen auf
die Patientenversorgung. Betrachtet werden sollte der Anteil der notwendigen Versorgungsleistungen
während der SARS-CoV-2-Restriktionen in einer Plastischen Chirurgie einer Großklinik.
Methode Untersucht wurde die OP-Auslastung einer Abteilung für Plastische Chirurgie einer
universitären Klinik im Zeitraum vom 16.03.2020 bis 27.04.2020. Diese Daten wurden
mit Daten desselben Zeitraumes der Jahre 2017–2019 verglichen.
Ergebnisse Auf Grund des vollständigen Stopps an elektiven Operationen kam es in dem Zeitraum
der Restriktionen zu einer OP-Auslastung von 57,3 % verglichen mit den Jahren zuvor.
Das Verhältnis von notfallmäßigen (2020: 56,4 %; 2017–2019: 54,9 %) und dringlichen
(2020: 44,6 %; 2017–2019: 45 %) Operationen zu der Gesamtanzahl an OPs zeigte keine
deutliche Veränderung. Des Weiteren zeigten sich keine ausschlaggebenden Unterschiede
der verhältnismäßigen Verteilung der notfallmäßigen und dringlichen Operationen bezogen
auf die Plastisch-Chirurgischen Teilbereiche, die Verletzungsursache oder den Versicherungsstatus
(BG/Nicht-BG).
Zusammenfassung Auf Grund der vorliegenden Daten kann die Relevanz des Fachgebiets für die allgemeine
Patientenversorgung belegt werden. Daraus ergibt sich eine eindeutige Erforderlichkeit
der Vorhaltung von Plastisch-Chirurgischen OP-Kapazitäten und Infrastrukturen auch
während Krisenzeiten.
Abstract
Background To manage the expected COVID-19 patient load major restrictions in in- and outpatient
treatment had to be made. Depending on local conditions and order supply differences
SARS-CoV-2 restrictions had a massive impact on medical care. To show the impact of
plastic surgery on emergency surgery during SARS-CoV-2 pandemic, the amount of surgical
emergencies in a single center plastic surgery division were evaluated.
Method The number of plastic surgery cases in a university hospital was evaluated during
16.03.2020 to 27.04.2020 and compared with previous years.
Results Due to cancelling of elective surgery the number of cases dropped to 57,3 % of the
caseload of previous years. There was no change in ratio of emergency (2020: 56,4 %;
2017–2019: 54,9 %) and urgent (2020: 44,6 %; 2017–2019: 45 %) surgery. No changes
in regard to the etiology of trauma cause nor insurance status (occupational insurance/health
insurance) were noted.
Conclusion Based on the data of this evaluation there is a clear relevance of Plastic Surgery
in the setting of general medical care. Even during the pandemic crises a sufficient
plastic surgery service is mandatory in a tertiary referral center.
Schlüsselwörter
COVID-19 - Pandemie - Plastische Chirurgie - Einschränkungen
Key words
Plastic surgery - SARS-CoV-2 - pandemic - restrictions