Psychiatr Prax 2021; 48(04): 216-219
DOI: 10.1055/a-1487-4997
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Je länger diese Pandemiezeiten sich hinziehen, desto eher brechen Differenzen auf: sei es im Privatleben, sei es beruflich, sei es im gesellschaftlichen Leben im Umgang mit kaum mehr erträglichen Einschränkungen und dem drängenden Bedürfnis nach mehr Kontakten und Bewegungsfreiheit.

Noa Zanolli hat eine Anleitung zu mediativem Denken vorgelegt. Als Ethnologin und Mediatorin war sie über Jahrzehnte für die Schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und für das Rote Kreuz u. a. in Ostafrika und Südostasien tätig. Voraussetzung für gelingende Mediation ist die Anerkennung unterschiedlicher Sichtweisen und die Bereitschaft mit Differenzen konstruktiv umzugehen. Ein konstruktiver Weg besteht in Fragen, durch die Verbindendes herausgearbeitet werden kann. Weitere Voraussetzungen sind Empathiefähigkeit, die Bereitschaft zuzuhören, sich eigene Gedanken und widerstreitende Empfindungen bewusst zu machen und einzugestehen, eine respektvolle Sprache zu finden und nach gemeinsamen Lösungswegen zu suchen. Auf dieser Basis wird verbindliches Handeln möglich, das für alle Beteiligten (ausreichend) stimmt.



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Publication Date:
06 May 2021 (online)

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