Erfahrungsheilkunde 2022; 71(02): 104-105
DOI: 10.1055/a-1714-5550
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Genderaspekte in der Diabetesberatung

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Obwohl Monatszyklus, Pubertät, Schwangerschaft und Menopause sich auf den Blutzucker auswirken, wird das Geschlecht bei der Diabetesberatung kaum berücksichtigt. (© Syda Productions/stock.adobe.com)

Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) kritisiert, dass in der Beratung von Patient*innen mit Diabetes das Geschlecht bisher nur eine untergeordnete Rolle spielt, obwohl der weibliche Monatszyklus, die Pubertät, Schwangerschaft oder die Menopause große Auswirkungen auch auf den Zuckerspiegel haben können. Zu diesem Thema existieren noch zu wenige Studien und es gibt nicht genug Experten, die sich mit diesen hormonellen Zusammenhängen sehr gut auskennen. Gerade weibliche Jugendliche mit Typ-1-Diabetes hätten häufig mit stärkeren Blutzuckerschwankungen zu kämpfen. Der VDBD fordert deshalb eine individuelle, frauenspezifische Beratung und Behandlung von Frauen mit Diabetes, die auch den weiblichen Hormonzyklus und mögliche Hormonschwankungen berücksichtigen. Nur so könnte man möglichen Problemen bei der Diabetestherapie entgegenwirken.

www.vdbd.de 2.6.2021



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Artikel online veröffentlicht:
19. April 2022

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