Zusammenfassung
Die Effizienz eines OP-Betriebes trägt wesentlich zur Performance einer chirurgischen
Klinik bei. Durch das Erreichen einer vordefinierten OP-Auslastung mittels optimierter
Prozesse wird
der größtmögliche Deckungsbeitrag pro OP-Stunde für eine Disziplin angestrebt. Ineffizienzen
wie Unpünktlichkeit, lange Wechselzeiten, Fallabsagen, fehlende Standardisierungen
in Prozessen
und Materialeinsatz werden konsequent monitorisiert und verbessert. Zur zweckdienlichen
Steuerung des OP-Betriebes ist ein mehrdimensionales Kennzahlensystem Voraussetzung.
Eine enge
Verzahnung des OP-Prozesses mit dem perioperativen Geschehen ermöglicht eine optimierte
präoperative Verweildauer und steuert die mittlere Aufenthaltsdauer im Krankenhaus
mit. Überlastungen
des Personals sind zu vermeiden und genügend Kapazitäten für Notfälle so vorzuhalten,
dass diese zeitgerecht versorgt werden können. In einem ersten Schritt sind für die
erhobenen Kennzahlen
Sollwerte zu definieren, damit Verbesserungen ausgelöst werden können. Durch Managementmaßnahmen,
die auch auf mathematischen Ansätzen wie der Queuing-Theorie beruhen können, ist die
Variabilität der Nachfrage zu senken und für die richtige Bereitstellung der Notfallkapazitäten
zu sorgen.
Der OP-Betrieb ist der wesentliche Kostentreiber für die chirurgischen Kliniken. Entsprechend
ist die Beherrschung von perioperativen Prozessen wichtig. Kapazitätsoptimierungen
bedingen die
Bestimmung eines Sollwertes für die OP-Auslastung [1]
[2] und ein mehrdimensionales
Kennzahlensystem mit entsprechendem Controlling-Zyklus. Effizienzsteigerung braucht
jedoch mehrdimensionale Ansätze, die über eine optimierte Kapazitätsauslastung hinausgehen
[3]
[4]. Im Folgenden wird ein Wirkungsgefüge und Zielsystem für eine nachhaltige
Performance-Beherrschung der chirurgischen Leistungserstellung entwickelt.
Abstract
The efficiency of an OR suite contributes significantly to the performance of a surgical
hospital. By achieving a predefined OR utilization through optimized processes, the
highest possible
contribution margin per OR hour for a discipline is targeted. Inefficiencies such
as unpunctuality, long turnover or set up times, case cancellations, lack of standardization
in processes
and material usage are consistently monitored and improved. A multidimensional key
performance indicator system is a prerequisite for the appropriate control of OR operations.
Close
integration of the OR process with the perioperative process enables optimized preoperative
length of stay and helps to control the average length of stay in the hospital. Overuse
of staff
by excessive overruns must be avoided and sufficient capacity must be reserved for
emergencies so that they can be treated in a timely manner. In a first step, target
values for relevant
variables are to be defined for the collected key figures so that improvements can
be triggered. Management measures, which can also be based on mathematical approaches
such as the queuing
theory, must be used to reduce the variability of demand and ensure the correct provision
of emergency capacities.
Schlüsselwörter
OP-Management - Controlling-Werkzeuge - Chirurgie - Performance-Steuerung - Profitabilität
Keywords
OR management - controlling tools - surgery - performance improvement - profitability