Arthritis und Rheuma 2024; 44(02): 120-124
DOI: 10.1055/a-2214-5122
Schwerpunkt

CD38 als innovatives therapeutisches Target zur Plasmazelldepletion bei Autoimmunerkrankungen

Tobias Alexander
1   Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ Berlin) – ein Leibniz-Institut, Berlin
1   Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ Berlin) – ein Leibniz-Institut, Berlin
,
Lennard Ostendorf
1   Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ Berlin) – ein Leibniz-Institut, Berlin
1   Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ Berlin) – ein Leibniz-Institut, Berlin
,
Falk Hiepe
1   Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ Berlin) – ein Leibniz-Institut, Berlin
2   Medizinische Klinik m. S. Rheumatology und Klinische Immunologie – Charité –Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, and the Berlin Institute of Health (BIH), Berlin, Germany
› Institutsangaben

ZUSAMMENFASSUNG

CD38 ist ein Typ-II-Glykoprotein und Ektoenzym, das auf kurz- und langlebigen Plasmazellen stark exprimiert wird, während es auf anderen lymphoiden Zellen, myeloischen Zellen und nicht hämatopoetischen Zellen nur schwach exprimiert wird. Dieses Expressionsmuster macht CD38 zu einem interessanten Ziel für einen Plasmazell-gerichteten Therapieansatz und ist bei Multiplem Myelom bereits als Therapieoption fest verankert. Bei Autoantikörper-vermittelten Autoimmunerkrankungen zielt dieser Ansatz auf eine Depletion von antikörperproduzierenden Plasmazellen, die auf Immunsuppression und B-Zell-gerichtete Therapien, wie z. B. Rituximab, nicht ansprechen. Innerhalb der letzten Jahre wurden monoklonale Anti-CD38-Antikörper erfolgreich bei refraktären Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Wir stellen hier die wissenschaftlichen Hintergründe und Ergebnisse der ersten Erfahrungsberichte zusammen.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
16. April 2024

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