Zusammenfassung
Die Embolektomie mit Hilfe der extrakorporalen Zirkulation ist bei massiver Lungenembolie
das aussichtsreichste Verfahren. Ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine hat sie bei
weitgehend gesicherter Diagnose und Fehlen anderer operativer Möglichkeiten nach wie
vor ihre Berechtigung. Bei fünf Patienten wurden Operationen mit extrakorporaler Zirkulation
vorgenommen: Zwei überlebten ihre massive Lungenembolie und wurden aus der stationären
Behandlung entlassen, zwei erlagen 40 bzw. 101 Tage postoperativ ihrem Grundleiden;
ein Patient, der unter einer Fehldiagnose operiert wurde, konnte durch die mit dem
Eingriff verbundene extrakorporale Zirkulation für 4 Tage reanimiert werden und starb
dann an seinem Grundleiden. Für die Zukunft ist zu hoffen, daß die Indikation zur
Operation der massiven pulmonalen Embolie häufiger gestellt wird, da sie für den Großteil
dieser Patienten die einzige lebensrettende Maßnahme darstellt. Die Indikation zur
operativen Behandlung der mittelschweren Lungenembolie (Lappenembolie) muß von Fall
zu Fall diskutiert werden.
Summary
Pulmonary embolectomy under cardio-pulmonary bypass was performed in five patients
with massive embolism. Two survived and were ultimately discharged; two died after
40 and 101 days, respectively, of the underlying disease; one patient – operated on
under a mistaken diagnosis – was maintained under assisted circulation but died after
four days of the underlying disease (cardiac failure). Indications for pulmonary embolectomy
under cardiopulmonary bypass should be widened, as it is the only life-saving measure
in most cases. After moderately severe pulmonary embolism (lobar embolism) indications
for surgical intervention must be individualised from case to case.