Zusammenfassung
Im Hinblick auf rheumatisch-allergische Meningitisformen wird ein thorakaler Zoster
beschrieben, der sich unter einem schweren enzephalo-meningitischen Bilde entwickelte.
Die beobachteten Liquorveränderungen bis zum 145. Krankheitstage (Tabelle 2) lassen
sich nach bisherigen Erfahrungen nicht allein durch eine ausgeprägte Begleitmeningitis
(sekundäre Virusmeningitis) erklären. Eine klinisch und röntgenologisch sichergestellte
typische Bechterewsche Erkrankung legt den Schluß nahe, daß der rheumatischen Schädigung
eine vorbereitende Rolle für die Zosterentstehung zukommt. Es wird in Erwägung gezogen,
ob die Kombination einer chronisch-rheumatischen Wirbelsäulenerkrankung. (Bechterew)
mit einer neuralen bzw. neurodermalen Virusaffektion (Zoster) eine Konstellation bedingen
kann, die zu einer nach Art und Dauer veränderten, als parallergisch-pathergisch charakterisierten
Reaktion führt.