Zusammenfassung
Es wird über eine Plasmozytomkranke berichtet, an der im Verlauf der Erkrankung prinzipiell
wichtige Beobachtungen gemacht werden konnten. Das Serumproteinbild zeigte eine Abnahme
der ursprünglich stark vermehrten γ-Globuline auf einen minimalen Wert, während die
α-Globuline stark zunahmen. Es fand also gewissermaßen ein Typenwandel statt, der
auch im Zellbild angedeutet war. In einer Phase erheblichen β-Globulinmangels war
das Serum bei normalem Cholesteringehalt trüb, was auf ein Bindungsmißverhältnis als
Ursache von Lipoidtrübungen schließen läßt. Am Ende der Erkrankung enthielt das Blut
kaum mehr γ-Globulin, während im Knochenmarksserum noch eine beträchtliche Menge davon
gefunden wurde. Auch die α-Globuline fanden sich hier in höherer Konzentration. Diese
Feststellungen sind geradezu ein Beweis für die myeloische Herkunft dieser Serumglobuline.