Dtsch med Wochenschr 1904; 30(17): 639
DOI: 10.1055/s-0029-1187490
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© Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Ergänzende Berichtigung zu dem Aufsatz von Dr. Kersting in No. 11 dieser Wochenschrift

Oberstabsarzt a. D.  Stenzel in Wittenberge
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Publication Date:
31 August 2009 (online)

Behandlung von Unterkieferbrüchen

Zusammenfassung

In der Abhandlung von Herrn Dr. Kersting „über Behandlung von Unterkieferbrüchen“ (No. 11 S. 391 dieser Wochenschrift) steht folgender Satz: „ich muß hier noch einen anderen kombinierten Verband erwähnen, den Extensionsverband, den Hausmann im Saarbrücker Knappschafts-Lazarett, Stentzel u. A. anwendeten. Er knüpft...“ folgt die Beschreibung des Gewichtsextensions-Verbandes nach Hausmann. Da andere Extensionsverbände nicht erwähnt werden, so muß es den Anschein erwecken, als hätte ich denselben 0der einen ähnlichen Verband empfohlen. Dies ist keineswegs der Fall.

Der von mir auf dem Chirurgenkongreß 1902 in Berlin vorgestellte Verband 1) besteht vielmehr im wesentlichen aus einem am Kopfe befestigten Stahlbügel, dessen vorderer Schenkel in der Höhe des Mundes endigt und durch die an den Zähnen oder am Kiefer selbst angebrachte Zugschlinge die Extension bewirkt. Der Verband hat folgende Vorzüge: der Verletzte kann mit dem Verbande umhergeheu; die Bewegungen des Kopfes und Halses sind wenig gestört; die Mundspülung und Einführung von flüssiger Nahrung sind leicht; der Unterkiefer bleibt frei zum Verbande von äußeren Wunden