Zusammenfassung
Die Tablettenform des Sabromins ist zeitweilig für Epileptiker eine angenehme Verordnung,
besonders zu empfehlen für Reisen. Sabromin macht erheblich weniger Hautaffektionen
als die Bromalkalien. In den Fällen, wo eine günstige Wirkung des Bromkalis oder der
Erlenmeyerschen Mischung erreicht ist, wo aber die Fortführung dieser Medikation durch
Hautaffektionen erschwert ist und wo Arsen und die übliche Hautpflege uns im Stich
lassen, in diesen häufigen Fällen wird man die Bromalkalien durch Sabromin ersetzen.
Was die Menge des darzureichenden Sabromins betrifft, so werden die antiepileptischen
Wirkungen von 6 g Bromkali mit 4 g Sabromin erreicht. Sabromin wird am besten in der
Stunde nach den Mahlzeiten gegeben. Da 4 g Sabromin etwas weniger als die Hälfte von
4 g Bromkali enthalten, aber so wirksam sind wie 6 g Bromkali, so wird hier die gleiche
antiepileptische Wirkung mit etwa 1/3 Bromeinführung erzielt. Der Grund dieser bedeutsamen
Tatsache ist noch nicht klargestellt. Es scheint nach den Versuchen des einen von
uns (Dr. Schlockow), daß bei gleichen Grammdosen Bromkali und Sabromin die Chlorausscheidung
absolut und relativ beim Bromkali größer ist als beim Sabromin.