PiD - Psychotherapie im Dialog 2009; 10(2): 107-112
DOI: 10.1055/s-0029-1223291
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Der gestörte Schlaf

Primäre und komorbide InsomnienKai  Spiegelhalder, Dieter  Riemann
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Publication Date:
22 June 2009 (online)

Zusammenfassung

In der vorliegenden Übersichtsarbeit werden die Ätiologie, Diagnostik und Therapie der Insomnien dargestellt. Bei den primären und komorbiden Insomnien handelt es sich um sehr häufige Schlafstörungen, die bei einer Chronifizierung mit ernsthaften Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit einhergehen können. Aktuelle ätiologische Modelle postulieren ein Hyperarousal auf kognitiver, emotionaler und physiologischer Ebene, das die Störung des Schlafs bedingt. Diagnostisch ist die Anamnese wegweisend, die Anwendung von Schlaftagebüchern erlaubt zudem auf einfache Art und Weise, einen Überblick über Schwere und Verlauf der Beeinträchtigung zu gewinnen. Bezüglich der Therapie ist die Effektivität kognitiv-verhaltenstherapeutischer Methoden empirisch gut belegt, pharmakotherapeutische Ansätze zeigen in der Kurzzeitanwendung ähnliche Effekte, sind jedoch bislang nicht ausreichend in der Langzeitanwendung untersucht.

Literatur

Dr. phil. Dr. med. Kai Spiegelhalder
Prof. Dr. rer.soc. Dieter Riemann

Universitätsklinik Freiburg
Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie

Hauptstraße 5

79104 Freiburg

Email: Kai.Spiegelhalder@uniklinik-freiburg.de