PiD - Psychotherapie im Dialog 2009; 10(2): 157-161
DOI: 10.1055/s-0029-1223306
Aus der Praxis

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Das Restless-Legs-Syndrom

Hanna  Scholz, Magdolna  Hornyak
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Publication History

Publication Date:
22 June 2009 (online)

Zusammenfassung

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) gehört nach heutigem Wissen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Es ist durch einen Bewegungsdrang in den Beinen gekennzeichnet, der meistens mit Missempfindungen oder Schmerzen assoziiert ist. Die Beschwerden treten üblicherweise abends und in der Nacht bzw. in Ruhesituationen auf und lassen sich typischerweise durch Bewegung oder Aktivität lindern. Die Diagnose eines RLS wird anhand der klinischen Symptome gestellt. In der Regel verläuft das RLS chronisch, zu Beginn der Erkrankung können monate- bis jahrelang symptomfreie Intervalle bestehen. Komorbide psychische Erkrankungen wie Depression und Angststörungen sind bei RLS häufig. Die Indikation zur Therapie stellt sich aufgrund des subjektiven Leidensdruckes, meistens infolge der Schlafstörungen und der damit verbundenen Beeinträchtigungen des Patienten. Therapie der ersten Wahl beim RLS sind L-DOPA oder Dopaminagonisten. Als Therapie der zweiten Wahl gelten Antiepileptika oder Opiate. Erste Erfahrungen mit achtsamkeitsbasierter kognitiver Verhaltenstherapie als add-on-Verfahren zur medikamentösen Behandlung sind vielversprechend.

Literatur

Dipl.-Psych. Hanna Scholz

Interdisziplinäres Schmerzzentrum
Universitätsklinikum Freiburg

Breisacher Straße 64

79106 Freiburg

Email: hanna.scholz@uniklinik-freiburg.de