PiD - Psychotherapie im Dialog 2009; 10(2): 176-180
DOI: 10.1055/s-0029-1223310
Aus der Praxis

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Schichtarbeit und Schlaf

Jürgen  Zulley
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
22. Juni 2009 (online)

Zusammenfassung

Wie der Tagarbeiter lebt auch der Schichtarbeiter in einer normalen Umgebung, arbeitet und schläft jedoch zu ungewöhnlichen Tageszeiten. Diese veränderte Lebensweise trifft auf einen Organismus, der seine biologische Rhythmik auf unseren Tag-Nacht-Rhythmus mit Aktivität am Tage und Ruhe in der Nacht eingestellt hat. Die biologische Rhythmik kann sich der veränderten Lebensweise des Schichtarbeiters nicht anpassen und reagiert mit vielfältigen Beeinträchtigungen. Die langfristigen Folgen sind neben Schlafstörungen und Leistungsbeeinträchtigungen auch eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten körperlicher und psychischer Erkrankungen. Das Ausmaß dieser Störungen kann durch Beachtung chronobiologischer und arbeitshygienischer Strategien verringert werden.

Literatur

Prof. Dr. Jürgen Zulley

Schlafmedizinisches Zentrum
Psychiatrische Universitätsklinik, Bezirksklinikum

Universitätsstraße 84

93053 Regensburg

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