physioscience 2010; 6(3): 127-128
DOI: 10.1055/s-0029-1245637
Veranstaltungsbericht

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Workshop des ER-WCPT am 26.5.2010 in Berlin: Direct Access or Patient Self Referral?

C. Zalpour1
  • 1Institut für angewandte Physiotherapie und Osteopathie, INAP/O – FH Osnabrück
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
14. September 2010 (online)

Am 26.5.2010 fand in Berlin auf Einladung des ER-WCPT (European Region World Confederation for Physical Therapy; [5]) ein internationaler Workshop zu Berufsautonomie von Physiotherapeuten statt. Nachdem bereits im Oktober 2009 in Chicago ein internationaler Kongress zum gleichen Thema erfolgreich durchgeführt worden war [3], rückten dies nun auch die Europäer in den besonderen Fokus.

Teilnehmer des Workshops waren die Vertreter der Mitgliedsorganisationen des ER-WCPT; aus Deutschland also dem Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e. V. (ZVK), der mit Bodo Schlag und Ulrike Steinecke aus dem ZVK-Vorstand und Eckard Böhle als Schatzmeister der ER-WCPT vertreten war, sowie dem als Vorstandsmitglied des European Network of Physiotherapy in Higher Education (ENPHE; [4]) als Gast eingeladenen Autor dieses Beitrags.

Die Veranstaltung eröffnete der zum Kongresszeitpunkt noch amtierende Präsident des ER-WCPT Antonio Lopez aus Estoril/Portugal. Die Konferenzleitung übernahmen Dr. Emma Stokes vom Trinity College in Dublin (ER-WCPT) und Tracy Bury vom Londoner Büro des WCPT. Beide sind sehr engagiert, für Physiotherapeuten in aller Welt Informationen über den Direct Access (DA. Direktzugang) bzw. das System des Patient Self Referral (PSR, Selbstüberweisung durch den Patienten) aufzubereiten. Der Begriff Patient Self Referral wird im englischen Sprachraum immer geläufiger, weil er (1) eindeutig vom Patienten verstanden wird, (2) die Quelle der Zuweisung beschreibt und (3) sich eindeutig von der Gruppe der ärztlich überwiesenen Patienten unterscheidet. Dies wiederum erlaubt, beide Gruppen miteinander zu vergleichen und somit den klinischen Nutzen und die Kosteneffizienz zu ermitteln [6].

Regionalisierung des WCPT

Die World Confederation for Physical Therapy (WCPT) wurde 1951 als Weltverband der Physiotherapeuten mit Hauptsitz in London gegründet. Insgesamt 93 Mitgliedsorganisationen sind in 5 regionale Gruppen aufgeteilt: Afrika, Asien und Westpazifik, Europa, Nordamerika und Karibik sowie Südamerika. Die Europäische Region (European Region, ER-WCPT) entstand 1998 und vertritt 35 Mitgliedsstaaten [7] .

Literatur

Prof. Dr. Christoff Zalpour

Institut für angewandte Physiotherapie und Osteopathie, INAP/O – FH Osnabrück

Caprivistr. 1

49076 Osnabrück

eMail: zalpour@wi.fh-osnabrueck.de

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