Inf Orthod Kieferorthop 2010; 42(2): 75
DOI: 10.1055/s-0030-1247435
Editorial

© Georg Thieme Verlag Stuttgart ˙ New York

Editorial

F. Weiland1 , 2
  • 1Privatpraxis in Deutschlandsberg, Österreich
  • 2Klinische Abteilung für Kieferorthopädie, Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Graz, Österreich
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Publication Date:
03 August 2010 (online)

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Die Kieferorthopädie ist in den letzten Jahren reich an Neuerungen wie in vielen Jahrzehnten nicht: neue Drähte und Brackets (insbesondere selbstligierende Brackets unterschiedlicher Art), Aligner, Verankerungsmöglichkeiten mit Implantaten oder Minischrauben, Volumentomografie. Die Reihe ließe sich noch fortsetzen. Die Euphorie blendet manchmal den Blick für das Wesent­liche. Und so möchte ich von anerkannten Experten ­einige kontroversielle Fragen beantworten lassen: Ist eine genaue Diagnose immer noch notwendig? Sind biomechanische Kenntnisse „ein alter Hut“ oder für die Beherrschung auch modernster Appa­raturen erforderlich? Ist das Konzept der Frühbehandlung noch aktuell oder ist eher eine 1-Phasen-Behandlung indiziert? Ist es mit den modernen implantatprothetischen Möglichkeiten nicht besser agenetische Zähne zu ersetzen statt in oftmals mühevoller Arbeit ein Lückenschluss anzustreben? Oder liegt in der Autotransplantation statt Implantation manchmal die Lösung? Welche Rolle spielt in diesem Gesamtbild heutzutage die Gnathologie? Die in diesem Heft zusammengestellten Informationen sollten zum Nachdenken anregen. Aus diesem Grund wurde auch auf eine zusammenfassende Übersicht verzichtet: jeder Kollegin, jedem Kollegen seien die Schlussfolgerungen selbst überlassen.

Ich hoffe, dass die vorgestellten Themen Ihr Interesse wecken und die Informationen zum Wohle Ihrer Patienten Verwendung finden können.