Pneumologie 2010; 64(2): 70
DOI: 10.1055/s-0030-1249424
Pneumo-Fokus

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Tuberkulosediagnostik / Pädiatrie - Aussagekraft von Interferon-γ-Freisetzungsassays

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Publikationsdatum:
22. März 2010 (online)

 

Kommerziell erhältliche Tests auf eine infektionsabhängige Interferon-γ-Freisetzung können helfen, dieTuberkulose-diagnose bei positivem Tuberkulin-Hauttest zu sichern. Zwei verschiedene Immunassays sind derzeit erhältlich. Ob diese zur Diagnose einer akuten und latenten Tuberkulose bei Kindern gleichermaßen geeignet sind, haben B. Kampmann et al. untersucht. Eur Respir J 2009; 33: 1374-1382

Mikrotiterplatte zur Durchführung eines Immunassays (Bild: Wikipedia/Jeffrey M. Vinocur).

Empfohlen werden die Interferon-γ- Freisetzungstests (IGRAs) bei Kindern vorrangig für das Screening auf latente Tuberkuloseinfektionen (LTBI), die Bedeutung der Tests bei akuter Tuberkulose (TB) ist bisher unklar. Zwei Immunassays sind derzeit in Großbritannien, wo die Studie durchgeführt wurde, erhältlich: der Quantiferon-TB Gold In-tube (QFG-IT) der australischen Firma Celestis und der T-SPOT.TB von Oxford Immunotech aus Großbritannien. Beide Tests und den Tuberkulin-Hauttest nutzten die Studienautoren, um 209 Kinder auf aktive TB (n = 91) oder LTBI (n = 118) hin zu untersuchen. Verifiziert wurden die Screeningergebnisse durch Kulturen. Die Kinder hatten zu mehr als zwei Dritteln (68 %) im eigenen Haushalt Kontakt mit einer mit TB infizierten Person gehabt. Ein ebenso großer Anteil war geimpft.

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