Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/s-0030-1252080
Einführung eines onkologischen Nachsorgepasses
Fragestellung: Kann durch die Einführung eines interdisziplinären „Onkologischen Nachsorgepasses“ die fortlaufende Dokumentation der Erkrankung, Therapie, sowie die Nachsorge übersichtlich und lückenlos in einem Dokument zusammengefasst werden?
Methode: Alle onkologisch tätigen Abteilungen des AKh Linz wurden hinsichtlich einer notwendigen medizinischen Dokumentation im Rahmen einer malignen Erkrankung befragt. Als Ziel für die Dokumentation wurde vorgegeben, dass diese sich auf die Erfassung aller notwendiger Daten im Rahmen der Diagnostik, Therapie und Nachsorge beschränken. Ebenfalls wurden der Sozialdienst und die Heilverfahren mit berücksichtigt.
Ergebnisse: Es entstand ein DinA6-Heftchen von 42 Seiten. In diesem „Onkologischen Nachsorgpass“ dokumentiert die jeweilige behandelnde Abteilung auf jeweils einer eigenen Seite die Diagnose, Histologie, ggf. Operation, ggf. Strahlentherapie oder/und systemische Therapie. Zu dem werden die durchgeführte Beratung durch den Sozialdienst und die stattgefundenen Heilverfahren festgehalten. Auf einer separaten Seite besteht die Möglichkeit einen individuellen Nachsorgeplan für das jeweilige Malignom zu fixieren. Im Nachsorgeplan sind zusätzlich die Telefonnummern der behandelnden Abteilungen, sowie eine Notfalltelefonnummer notiert.
Schlussfolgerung: Der „Onkologische Nachsorgepass“ ermöglicht eine vollständige, interdisziplinäre fortlaufende Dokumentation der Erkrankung. Er ermöglicht auch einer 3. Person sich jederzeit ein komplettes und aktuelles Bild über den derzeitigen Stand der Karzinomerkrankung zu machen.