Psychiatr Prax 2011; 38(5): 215-217
DOI: 10.1055/s-0030-1266111
Editorial
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die UN-Behindertenrechtskonvention: Feste Größe in einem psychiatriepolitischen Schlingerkurs?

The UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities – Gaining a Foothold in Psychiatry's Political Seesaw?Raoul  Borbé1
  • 1Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg, Abt. für Allgemeinpsychiatrie Weissenau und Psychiatrie I der Universität Ulm
Further Information

Publication History

Publication Date:
21 June 2011 (online)

Dr. med. Raoul Borbé

Psychiatriepolitik war von jeher ein sensibles Thema und immer wieder prägend für die Versorgung psychisch Kranker – im positiven wie im negativen Sinne. Auch in den letzten Jahren gab es politische Entscheidungen, die die Versorgung psychisch Kranker nachhaltig beeinflussen werden. Noch ist aber völlig unklar, wie die Versorgungslandschaft in 10 Jahren aussehen wird. Im Gegensatz zum Bericht der vor mittlerweile 40 Jahren einberufenen Enquetekommission des Deutschen Bundestages zur Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland fehlt der Politik heute eine übergeordnete Vision, wie die Versorgung psychisch Kranker verbessert werden soll. Stattdessen werden mit aktuellen psychiatriepolitischen Entscheidungen meist Partialinteressen verfolgt, häufig mit konzentriertem Blick auf ökonomische Parameter. Zur besseren Veranschaulichung dieser Thesen sollen im Folgenden 3 wesentliche politische Entscheidungen der letzten 2 Jahre näher beleuchtet und diskutiert werden.

Literatur

Dr. med. Raoul Borbé

Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg, Abt. für Allgemeinpsychiatrie Weissenau und Psychiatrie I der Universität Ulm

Weingartshofer Straße 2

88214 Ravensburg

Email: [email protected]