Pneumologie 2010; 64 - A6
DOI: 10.1055/s-0030-1267747

Neuropsychiatrische Konsequenzen bei OSAS

A Büttner 1, 2
  • 1Woosuk Universität, Wanju-gun, Jeonbuk, Südkorea
  • 2Universität Witten-Herdecke, Witten

Einleitung: OSAS führen u.a. zu den verschiedenenartigsten physischen Problemen wie Hypertonie und Arrhythmien sowie zumeist auch zu neuropsychiatrischen Konsequenzen wie Hirnatrophie, Depression, Angst und Insomnie, allerdings ist das Wissen bzgl. dieser neuropsychiatrischen Veränderungen bislang sehr mangelhaft.

Methoden: In unserem Schlaflabor untersuchten wir in den letzten fünf Jahren mehr als 2000 Patienten mit verschiedenen neuropsychologischen und neuropsychiatrischen Methoden.

Die Patienten wurden anhand ihrer klinischen Diagnose (ICD-10) ausgewählt und zunächst neurologisch und psychiatrisch untersucht. Die Testpersonen durften unter keiner chronisch-psychiatrischen Erkrankung leiden. Die in die Studie eingeschlossenen Patienten wurden randomisiert anhand ausgewählter neuropsychologisch und neuropsychiatrischer Parameter sowie bzgl. ihrer bereichsspezifischen Lebensqualität untersucht.

Ergebnisse: In allen untersuchten neuropsychologischen und neuropsychiatrischen Parametern sowie bei der Lebensqualität ergaben sich signifikante Unterschiede zwischen Gesunden und OSAS-Patienten (p<0,05).

Weiterhin zeigten sich in allen untersuchten Dimensionen der neuropsychologischen und neuropsychiatrischen Parameter sowie bei der Lebensqualität signifikante Unterschiede zwischen untherapierten Patienten und Patienten unter nCPAP-Therapie (p<0,05). Nach mehr als 6 Wochen nCPAP-Therapie verbesserten sich die neuropsychologischen und neuropsychiatrischen Parameter sowie die Lebensqualität der OSAS-Patienten.

Die Analyse des OSAS-Schweregrades ergab hingegen keinen signifikanten Unterschied bzgl. der untersuchten Parameter.

Diskussion: Mit unserer Studie konnte bewiesen werden, dass OSAS-Patienten unter neuropsychologischen und neuropsychiatrischen Veränderungen und Defiziten sowie unter einer eingeschränkten bereichsspezifischen Lebensqualität leiden. Diese pathologischen Veränderungen sich aber unter einer längerfristigen nCPAP-Therapie verbessern. Der Schwergrad der OSAS scheint hingegen keinen Einfluss auf die untersuchten Parameter zu besitzen.