Dtsch Med Wochenschr 2010; 135(50): 2548
DOI: 10.1055/s-0030-1269425
Korrespondenz | Correspondence
Leserbrief
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Subkutan implantierbarer Kardioverter-Defibrillator: eine Alternative?

Subcutaneous implantable cardioverter defibrillator: an alternative solution?A. Markewitz
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Publication Date:
07 December 2010 (online)

Zum Beitrag von HJ Trappe, Dtsch Med Wochenschr 2010; 135: 1586

Herrn Trappes [6] Beurteilung der Studie kann ich mich cum grano salis anschließen.

Wenn er aber von stabilen, langlebigen und sicheren Elektroden bei den transvenösen ICDs spricht, so muss ich sofort an den Hinweis eines Herstellers denken, der Probleme bei einer insgesamt annähernd 250 000-mal implantierten Sonde offen legen musste, die zu zahlreichen Reoperationen weltweit und zu vielfach für Patienten extrem belastenden Situationen geführt haben und nach wie vor noch Gegenstand von Publikationen sind, z. B.: Multicenter Experience With Extraction of the Sprint Fidelis Implantable Cardioverter-Defibrillator Lead [4].

Unzutreffend ist meines Erachtens zudem die Bemerkung, dass die transvenöse ICD Technik mit sehr geringen Komplikationsraten einhergeht. Tab. [1] zeigt die Zusammenstellung von Ergebnissen der (extrem) wenigen Arbeiten über Komplikationen in der ICD-Therapie.

Tab. 1 Postoperative ICD-Komplikationen in der Literatur. Komplikation DATAS 1 CIDS 3 MADIT II 5 Alter 2 n = 223 n = 328 n = 742 n = 440 Sondenproblem 4,0 2,4 1,8 11,0 Infektion 1,3 4,6 0,7 0,5 Sonstige 1,0 k. A. k. A. Summe 6,3 7,0 k. A. 24,0 k. A. = keine Angaben

Literatur

Prof. Dr. med. A. Markewitz

Ltr. Abt. XVII - Herz- und Gefäßchirurgie
Bundeswehrzentralkrankenhaus

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