Pneumologie 2011; 65(4): 199
DOI: 10.1055/s-0031-1272617
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Asthma bronchiale – Welche Step-up-Therapie bei Kindern wählen?

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Publication Date:
11 April 2011 (online)

 

Viele Kinder, die niedrig dosierte inhalative Kortikosteroide erhalten, haben ein unkontrolliertes Asthma bronchiale. R. F. Lemanske et al. haben bei dieser Patientengruppe nun 3 verschiedene Step-up-Therapien getestet. Im paarweisen Vergleich der Therapien war der Anteil der Patienten, die am besten auf eine Therapie mit Fluticason und einem langwirksamen β-Agonisten ansprachen jeweils am höchsten. N Engl J Med 2010; 362: 975-985

Der Lungenfunktionstest hilft dabei, den Erfolg der Asthmatherapie zu überprüfen (Bild: DAK/Wigger, Symbolbild).

In die US-amerikanische Studie wurden 182 Patienten mit unkontrolliertem Asthma im Alter zwischen 6-17 Jahren aufgenommen. Sie erhielten zu diesem Zeitpunkt 2 x tgl. 100 µg Fluticason. Jeder Studienteilnehmer durchlief in zufälliger Reihenfolge die folgenden 3, jeweils 16-wöchigen Step-up-Therapien: 2 x tgl. 250 g Fluticason (ICS-Step-up-Therapie), 2 x tgl. 100 µg Fluticason + 50 µg eines langwirksamen β-Agonisten (LABA-Step-up-Therapie) sowie 2 x tgl. 100 µg Fluticason + 1 x tgl. 5 oder 10 mg eines Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (LTRA-Step-up-Therapie). Als primären Zielparameter wählten die Autoren das unterschiedliche Ansprechen auf die Therapien.

Von den 165 evaluierten Studienteilnehmern sprachen 161 (98 %) unterschiedlich auf die Therapien an (p < 0,001). Die LABA-Step-up-Therapie wies statistisch signifikant die höchste Wahrscheinlichkeit für das beste Ansprechen auf, verglichen mit der LTRA-Step-up-Therapie (relative Wahrscheinlichkeit 1,6; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 1,1-2,3; p = 0,004) und ICS-Step-up-Therapie (relative Wahrscheinlichkeit 1,7; 95 %-KI 1,2-2,4; p = 0,002). Höhere Werte im Asthmakontrolltest (Spanne 5-25) und somit eine bessere Kontrolle vor der Randomisierung sagten ein besseres Ansprechen auf die LABA-Step-up-Therapie voraus (p = 0,009).

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