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DOI: 10.1055/s-0031-1283570
Einfluss von Nachtschichtarbeit auf das Bewegungsverhalten bei Werksfeuerwehrleuten
Zahlreiche Studien belegen die aus Nachtschichtarbeit resultierenden spezifischen Belastungen. Schichtarbeit über lange Zeit erhöht das Risiko für zahlreiche gesundheitliche Probleme. Der positive Effekt von körperlicher Aktivität hinsichtlich des Inzidenzrisikos einer Vielzahl von Erkrankungen ist unbestritten. Die hieraus abgeleitete Fragestellung lautet: Beeinflusst Nachtschichttarbeit das Bewegungsverhalten? Daten und Methoden: Bei 42 Mitarbeitern, die in einem metallverarbeitenden Betrieb die Bereitschaft der Werksfeuerwehr stellen, wurde mit uniaxialen Bewegungssensoren (activPALTM) eine objektive Langzeit-Aktivitätsmessung durchgeführt und mithilfe der Stempelzeiten das Bewegungsverhalten in der Freizeit ermittelt. Ergebnisse: Die durchschnittliche Messdauer betrug 145 Stunden (STD 21 Stunden). Während ihrer Freizeit hatten Mitarbeiter, die während der Messperiode mindestens eine Nachtschicht arbeiteten, im Vergleich zu den Teilnehmern ohne Nachtschicht eine verringerte durchschnittliche Schrittzahl (340 vs. 382 Schritte pro Stunde). Der stehende und gehende Anteil der körperlichen Aktivität war während um etwa 30 Minuten reduziert (5,2 Stunden vs. 5,7 Stunden). Die Unterschiede sind statistisch signifikant (Wilcoxon p-Wert <0,01). Diskussion/Schlussfolgerungen: Personen mit Nachtschichtarbeit haben im Vergleich zu den Personen ohne Nachtschichtarbeit eine geringere körperliche Aktivität.
Literatur:
Boggild H, Knutsson A. Shift work, risk factors and cardiovascular disease. Scandinavian Journal of Work, Environment and Health 1999;25:85–99 Knutsson A, Jonsson BG, Akerstedt T et al. Increases Risk of Ischaemic Hart Disease in Shift Workers. Lancet 2003;328:89–92 Peter R, Alfredsson L, Knutsson A et al. Does a stressful psychosocial work environment mediate the effects of shift work on cardiovascular risk factors? In, Scandinavian JWork, Environment Health; 1999:376–381