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DOI: 10.1055/s-0031-1283580
Der Zusammenhang zwischen dem Sozialkapital und der Bereitschaft von Unternehmen für betriebliche Gesundheitsförderung – eine Untersuchung in der Informationstechnologie- und Kommunikations- (ITK-) Branche
Einleitung/Hintergrund: Betriebe gelten als effizientes Setting für Gesundheitsförderung. Trotzdem ist betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) nicht flächendeckend in allen Unternehmen implementiert. Die vorliegende Studie untersucht organisationale Faktoren, die mit der Bereitschaft von Unternehmen für BGF assoziiert sind. Dabei wird insbesondere der Zusammenhang mit dem Sozialkapital im Unternehmen, als Kultur gemeinsamer Werte, Überzeugungen und des Vertrauens unter den Organisationsmitgliedern, näher untersucht. Daten und Methoden: Im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes „PräKoNet„ wurden 2008 standardisierte Telefoninterviews mit N=522 Geschäftsführern der ITK-Branche durchgeführt. Sozialkapital und die Bereitschaft für BGF wurden mittels validierter Multi-Item-Skalen erhoben. Bivariate und multivariate Analysen wurden durchgeführt. Ergebnisse: Die logistische Regressionsanalyse zeigt, dass höhere Ausprägungen des Sozialkapitals mit einer ausgeprägten Bereitschaft für BGF zusammenhängen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Betrieb die Bereitschaft für BGF aufweist, steigt signifikant mit einer höheren Ausprägung des Sozialkapitals (OR=3,8; p<0,01; 95% CI=2,26; 6,39). Mc Faddens R2 für dieses Modell beträgt 0,12 (Nagelkerks Pseudo-R2 lag bei 0,201). Diskussion/Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Merkmale eines hohen Sozialkapitals, wie eine Vertrauensatmosphäre, gegenseitiges Verständnis, gemeinsame Ziele und ethische Werte, die Entwicklung einer Bereitschaft im Unternehmen, zur Förderung der Gesundheit der Mitglieder, begünstigen.
Literatur:
BMBF: gefördertes Projekt „PräKoNet“