Akt Neurol 2011; 38(06): 323
DOI: 10.1055/s-0031-1291350
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Publication Date:
21 October 2011 (online)

Haase CG, Tollkötter M, Buchner H. Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation an einem Akutkrankenhaus. Akt. Neurol 2011; 38: 75–80

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bedanken uns für das von Ebke und Kollegen gezeigte Inte­resse an unserem Artikel und ihre Kommentierungen.

Zurecht weisen diese auf einen relativen Mangel an Daten zur Behandlung von neurologisch-neurochirurgisch-erkrankten Patienten in der Frührehabilitationsphase B hin. Entsprechend haben wir versucht, mit unserer Darstellung diesen Mangel zu überbrücken und mit publizierten Daten verglichen, die naturgemäß älteren Datums waren.

Wir stimmen mit den Kollegen Ebke, Heiderhoff und Leniger auch darin überein, dass die Behandlungs-Qualität sich nicht notwendigerweise zwischen einem Akutkrankenhaus und einer Rehabilitationseinrichtung unterscheidet, wenngleich die von den Kollegen zitierte Publikation hierzu keine Erkenntnisse lieferte. In unserer Kohorte ließen sich vergleichbare Ergebnisse jedoch in kürzerer Verweildauer erreichen, als in den zitierten Veröffentlichungen.

Die angesprochene Kontinuität in der Versorgung der sehr schwer in ihrer Lebensqualität, Funktionalität und Teilhabe eingeschränkten Patienten mit neurologischen Krankheiten über alle Behandlungsphasen in zeitlichen ausreichendem Umfang zu gewährleisten, findet ebenso unsere volle Unterstützung.

Eine flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung mit Frührehabilitations-Abteilungen, sei es in Krankenhäusern und/oder in Rehabilitationseinrichtungen sollte gemeinsames Ziel der Interessensvertretungen aller Beteiligten sein.

Im Namen der Ko-Autoren