Zusammenfassung
In der Interneteuphorie um die Jahrtausendwende starteten einige Wagemutige erste
Initiativen zu dem, was heute E-Mental Health genannt wird. Seither wächst die Evidenz
für den Nutzen von spezifischen E-Mental Health Angeboten für die Gesundheitsversorgung.
Einige Ansätze haben sich wissenschaftlich soweit bewährt, dass die Übertragung in
die Regelversorgung versucht werden kann. Andere haben in Studien viel versprechende
erste Ergebnisse gezeigt und wieder andere haben deutliche Hinweise geliefert, dass
sich nicht alle Hoffnungen erfüllen werden. In diesem Beitrag möchten wir zur Diskussion
stellen, was wir in den zurückliegenden gut 10 Jahren aus unseren diversen E-Mental
Health-Projekten und beim Blick auf Projekte in Nachbars Garten gelernt haben und
welche Schlüsse wir daraus für die Zukunft von E-Mental Health in der Gesundheitsversorgung
und Forschung ziehen.
Abstract
With the Internet-hype around the turn of the millenium some pioneers started initiatives
of what is called E-Mental Health today. Evidence is growing since then, that E-Mental
Health can contribute to a better mental health care. Some approaches have proved
in studies as beneficial, that transfer into clinical routine can be tried out. Others
showed promising results, and again others indicate clearly that not all hopes will
become true. In this paper we will present our experience in exploring the potential
of E-Mental Health in various projects over the last 10 years and what we believe
to have learnt from projects in nextdoor garden. We hope that our conclusions will
initiate a discussion about the future role of E-Mental Health for mental health care
and research.
Schlüsselwörter
E-Mental Health - Versorgungsforschung - Online-Psychotherapie - virtuelle Realität
- sektorenübergreifende Versorgung
Keywords
e-mental health - health service research - online-psychotherapy - virtual reality
- cross-sectional services