Aktuelle Kardiologie 2013; 2(3): 177-182
DOI: 10.1055/s-0032-1328488
Übersichtsarbeit
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Interventionelle Therapie der arteriellen Hypertonie

Interventional Therapy of Arterial Hypertension
B. Blüm
II. Medizinische Klinik, Klinikum Coburg
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
11. Juni 2013 (online)

Zusammenfassung

Die arterielle Hypertonie ist mit eine der häufigsten chronischen Erkrankungen und ein großer Risikofaktor für die Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen. Der therapieresistente Hypertonus ist definiert durch einen systolischen Praxisblutdruck ≥ 160 mmHg bzw. ≥ 150 mmHg bei Patienten mit Diabetes Typ 2, unter 3-fach antihypertensiver Therapie inklusive einem Diuretikum. Eine optimale antihypertensive Therapie ist bei jedem Patienten mit resistenter Hypertonie obligat. Vor der Behandlung gilt es, eine sekundäre Hypertonieform sowie eine Pseudoresistenz auszuschließen. Die neuen interventionellen Methoden zur Behandlung der therapieresistenten Hypertonie zeigen bisher erfolgreiche Kurzeitdaten. Die Langzeitdaten stehen noch aus. Aktuell gibt es zahlreiche neue Entwicklungen in diesem Bereich. Welche sich davon etablieren und behaupten können, wird die Zukunft zeigen.

Abstract

Resistant hypertension is a common clinical problem. The exact prevalence of resistant hypertension is unknown. The incidence of resistant hypertension will likely increase as the population becomes more elderly and heavier. The definition for resistant hypertension is a systolic office blood pressure ≥ 160 mmHg or ≥ 150 mmHg by patients with diabetes type 2, undergoing a tripple antiypertensive medication including diureticum. An optimal antihypertensive drug treatment is required. The aim of therapy is prevention of end-organ damage and reduction of cardiovascular mortality. The new interventional approach to this old problem seems to be effective. Long follow-up studies will show which method is the best.