retten! 2012; 1(5): 313
DOI: 10.1055/s-0032-1331409
Editorial
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Überraschungen sind toll! – Aber nicht immer

Verena Knigge
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Publication Date:
19 December 2012 (online)

Die kalte Jahreszeit kommt – und mit ihr Schnee und Eis. Das bedeutet: Vorsicht auf der Straße, es wird glatt! Damit man keine bösen Überraschungen erlebt und z. B. in einer Kurve von der Fahrbahn rutscht, heißt es „Fuß vom Gas“ und „langsam fahren“. Doch diese Leitsprüche lassen sich nicht immer mit dem Einsatzalltag vereinbaren – meist muss es eben schnell gehen. Wie man so sicher wie möglich und trotzdem rechtzeitig zum Ziel kommt, beschreiben die Autoren des Beitrags „Schnell und sicher zum Einsatz“ ab Seite 324.

Völlig anders als gedacht können sich auch harmlose und nach Routine klingende Einsatzgründe entwickeln – und damit für einige „Überraschungen“ sorgen. Manchmal entpuppen sich solche Situationen nämlich als das genaue Gegenteil: als Gefahr für Leib und Leben. Ein Notarzt hat das selbst erlebt und berichtet davon ab Seite 374.

Immer unvorhergesehen – also niemals Routine – sind Kindernotfälle. Dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind und entsprechend behandelt werden müssen, ist mittlerweile ein alter Hut. Doch was genau ist eigentlich so anders? Wie unterscheiden sich Kinder anatomisch und physiologisch von Erwachsenen? Die Antworten darauf finden Sie ab Seite 328.

In den Beiträgen unseres Titelthemas „Kindernotfälle sicher versorgen“ lesen Sie, was Sie bei solch einem Einsatz erwarten kann. Der Fieberkrampf beispielsweise: Er ist der häufigste Kindernotfall. Wie man bei einem krampfenden Kind handeln sollte, und was es zu beachten gibt, erfahren Sie ab Seite 342 im Artikel „Fieberkrampf beim Kind“.

Besonders heikel wird es, wenn ein Kind eine Analgosedierung oder gar Narkose benötigt. Ab Seite 334 erläutern unsere Autoren daher die „präklinische Schmerzbehandlung bei “. Hier erfahren Sie, wann eine Gabe von Analgetika oder Hypnotika angebracht ist – und wie man diese überhaupt richtig verabreichen kann.

Der Winter beschert uns nicht nur rutschige Straßen, auch Weihnachten steht vor der Tür. Ich wünsche Ihnen daher – neben gutem Grip auf der Straße – durchweg positive Über unter dem Weihnachtsbaum, schöne Feiertage und die Zeit zum Abschalten – am besten natürlich mit Ihrer Ausgabe von retten!

Herzliche Grüße

Ihre

Verena Knigge

Herausgeber

Dr. Wolfgang Blickle, Stuttgart

Rico Kuhnke, Pfalzgrafenweiler

Stefan Leibinger, Lauf a. d. Pegnitz

Dr. Sönke Müller, Neckargemünd

Volker Wanka, Neuenbürg

Experten

Hanna Besemer, Rettungs Stuttgart

Dr. Albrecht Henn-Beilharz, Katharinenhospital Stuttgart

Dr. Steffen Herdtle, Universitätsklinikum Jena

Armin Hess, DRK-Landesschule Baden-Württemberg, Pfalzgrafenweiler

Dr. Jörg Helge Junge, Kantonsspital Graubünden, Chur

Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, Institut für Notfallmedizin der Berufsfeuerwehr Köln

Dr. Gregor Lichy, Klinikum Ludwigsburg

Florian Lutz, Rettungsassistent München

Carsten Ohsberger, Stuttgart

Holger Pfleger, Branddirektion Frankfurt am Main

Gerhard Schmöller, Branddirektion München

Ralph Schuster, DRK Göppingen

Dr. Richard Spörri, Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal

Dr. Stefan Weiß, Klinikum Ludwigsburg

Redaktion

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