Zusammenfassung
Die fiberoptische Wachintubation gerät in den letzten Jahren scheinbar zunehmend in
den Hintergrund. Alternative Möglichkeiten der Atemwegssicherung gelangen immer mehr
in den Fokus der klinischen Anästhesie und werden zudem gezielt für den schwierigen
Atemweg beworben. Die Sorge scheint berechtigt, dass diese Intubationstechnik – einst
unstrittiger Standard im Management des erwartet schwierigen Atemweges – immer seltener
(aus)geübt wird und gerade jüngere Kollegen kaum noch Routine in deren Praxis erwerben.
Dieser Artikel möchte diesem Trend entgegenwirken und insbesondere ein praxisorientiertes
Vorgehen aufzeigen. Vor diesem Hintergrund wird das Equipment beschrieben und es werden
Tipps und Tricks zur Durchführung gegeben. Schwerpunkt sind ferner Sicherheitsaspekte
und der Erfolgsfaktor einer guten topischen Schleimhautanästhesie, welche von größerer
Bedeutung ist als eine begleitende Analgosedierung.
Abstract
Awake fiberoptic intubation seems to continually lose importance in recent years.
Alternative optionsof airway management are coming more and more into the focus of
clinical anaesthesia and are moreover advertised specifically for the difficult airway.
The concern seems justified that this intubation technique – once the indisputed standard
in the management of the anticipated difficult airway – is practised less and less
so that especially younger colleagues can hardly gain routine practice. This article
aims at counteracting this trend and particularly demonstrates a practical approach.
Against this background the equipment is described and tips and tricks are given for
execution. The main focus are safety aspects and the success factor of a good topical
mucosal anaesthesia, which is of greater importance than a concomitant sedation.
Schlüsselwörter:
Fiberoptische Wachintubation - Schwieriger Atemweg - Topische Anästhesie
Key words:
Awake fiberoptic intubation - Difficult airway - Topical anaesthesia