Rofo 2014; 186 - FFF204_1
DOI: 10.1055/s-0034-1373401

Anatomie: Normalstrukturen im konventionellen Röntgenbild (welche Linien sind normal, welche Breite, Konturen etc.)

B Rehbock 1
  • 1St. Hedwig Krankenhaus Berlin, Praxis für Diagnostische Radiologie am, Berlin

Selbst in einem „Schnittbildzeitalter“ hat die Thoraxübersichtsaufnahme bei allen kardio-pulmonalen Fragestellungen nach wie vor einen etablierten Stellenwert in der bildgebenden Erstdiagnostik.

Andererseits gehört aufgrund des projektionsradiografischen Charakters die korrekte Interpretation des Röntgenthorax unverändert zu den Herausforderungen der konventionellen Radiologie.

So birgt die hohe Anzahl von sich summierenden Normalstrukturen ein – zu anderen konventionell-radiologisch zugänglichen Organregionen unvergleichlich – hohes Potential an falsch positiven Befunden, die häufig fehlindizierte und deutlich strahlenintensivere Computertomografien nach sich ziehen. Falsch negative Befunde sind meistens ein Problem von Mindestgröße und -dichte sowie Lokalisation der Pathologie.

In dem interaktiv angelegten, TED- unterstützten Vortrag mit Workshopcharakter werden Anatomie und Normvarianz der Lungenstrukturen (Gefäße und Luftwege), Hili mit angrenzenden Strukturen, Pleura sowie Zwerchfell und knöchener Thorax mit Weichteilmantel auf der Grundlage technischer Qualitätskriterien (kritische Strukturen -ärztliche Qualitätsanforderungen) behandelt und „Pitfalls“ mit CT-Korrelation erörtert.

Lernziele:

  • Technische Anforderungen an die Thoraxübersichtsaufnahme und diagnostische Möglichkeiten von Spezialaufnahmen

  • Differenzierung zwischen:

  • normal

  • normvariant

  • pathologisch ohne Krankheitswert

  • pathologisch

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