Palliativmedizin 2014; 15 - PD257
DOI: 10.1055/s-0034-1374428

Versorgung von lumbalen Bandscheibenleiden

D Saß 1, A Hein 1, F Meyer 2
  • 1Universität Oldenburg, Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften, Department für Versorgungsforschung, Oldenburg, Deutschland
  • 2Evangelisches Krankenhaus Oldenburg, Universitätsklinik für Neurochirurgie, Oldenburg, Deutschland

Fragestellung: Ziel des Projektes ist die Beschreibung der Behandlungspfade von Patienten mit der Indexdiagnose M51.*. Die durchgeführten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden im Behandlungszeitraum 2010 bis 2012 analysiert.

Methodik: Für die Studie werden Kostenträgerdaten verwendet (Daten der hkk von 2009 – 2012). In die Studie werden durchgängig versicherte Patienten eingeschlossen, bei denen 2010 eine M51.*- Diagnose nach 12 oder mehr Monaten ohne Therapie neu kodiert wurde. Andere Erkrankungen werden nicht berücksichtigt. Die Behandlung der Patienten wird bis 2012 verfolgt. Ein Abschluss der Behandlung wird angenommen, wenn die Indexdiagnose ein Jahr lang nicht mehr kodiert wurde.

Relevante Aspekte der zu identifizierenden Behandlungspfade sind insbesondere:

  • der Erstkontakt aufgrund der Beschwerden (Hausarzt/Facharzt/Krankenhaus) und die Dauer bis zum Kontakt mit einer spezialisierteren Einrichtung

  • der Verlauf der Therapie (therapeutisch/medikamentös/operativ), insbesondere die Frage, in wie vielen Fällen operativ vorgegangen wird und wie schnell die Operation erfolgt

  • der Verlauf der Therapie in Hinblick auf den Medikamentenverbrauch, notwendige physiotherapeutische Sitzungen und die Anzahl der Krankheitstage

Einschränkungen: Die zur Verfügung stehenden Abrechnungsdaten der hkk geben nur einen groben Überblick über die Versorgungssituation, da es sich um Sekundärdaten handelt. Einerseits ist der Detaillierungsgrad der ambulanten Daten auf Grund der pauschalierten Abrechnung niedrig, andererseits können weder privat finanzierte Therapien noch Daten anderer Leistungsbereiche (z.B. DRV) mit einbezogen werden.

Ausblick: Das Projekt ist ausdrücklich als Vorlaufprojekt für umfangreichere Untersuchungen angelegt. Neben der Einbeziehung der Daten weiterer Krankenkassen und der Daten der DRV wird auch die Verknüpfung mit Daten des Deutschen Wirbelsäulenregisters angestrebt.