Palliativmedizin 2014; 15 - PD298
DOI: 10.1055/s-0034-1374469

Der Aufbau eines Weiterbildungsregisters in Hessen

I Bruchhäuser 1, AR Zolg 2, V Karnosky 2, N Walter 1, S Nahlinger 1, R Kaiser 1
  • 1Landesärztekammer Hessen, Stabsstelle Qualitätssicherung, Frankfurt, Deutschland
  • 2Landesärztekammer Hessen, Abteilung Ärztliche Weiterbildung, Frankfurt, Deutschland

Einleitung: Bisher verfügt Hessen über keine aktuellen Daten, welche Ärztinnen und Ärzte sich wo in welcher Weiterbildung befinden. Um diese Lücke zu schließen, etablieren wir derzeit ein Weiterbildungsregister, das möglichst alle Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) kontinuierlich erfassen und mindestens einmal jährlich aktualisiert werden soll.

Methode: 2013 wurden N = 2.919 Weiterbildungsermächtigte in Hessen postalisch aufgefordert, die sich bei ihnen in Weiterbildung befindlichen Ärztinnen und Ärzte per Fax oder Post zu melden. Ermächtigungen für eine Zusatz- oder Schwerpunktbezeichnung wurden nicht berücksichtigt. Bei gemeinsamen Ermächtigungen wurden nur diejenigen angeschrieben, die zuletzt in die gemeinsame Ermächtigung aufgenommen wurden. Der/die Weiterbildungsermächtigte erhielt einen mit seinem/ihrem EFN-Barcode gekennzeichneten Erhebungsbogen und wurde um folgende Informationen gebeten: EFN-Barcode seiner ÄiW, Fachgebiet und Wochenarbeitszeit der ÄiW. Falls ein(e) Ermächtigte(r) aktuell über keine ÄiW in seiner Weiterbildungsstätte verfügt, sollte er/sie den Erhebungsbogen ohne Eintrag als Nullmeldung zurückschicken. Die Erfassung der Erhebungsbögen erfolgt anhand MS Excel/Access. Die Meldungen werden in einem landesweiten Weiterbildungsregister zusammengeführt und einmal jährlich aktualisiert.

Ergebnisse: Im Sommer 2014 werden die Rückläufer und erste Ergebnisse vorliegen und auf dem Kongress präsentiert.

Schlussfolgerung: Anhand des Weiterbildungsregisters können z.B. für bevorstehende Evaluationen zur Weiterbildungsqualität die ÄiW direkt angesprochen werden, ohne den bisherigen Weg über die Weiterbildungsermächtigten gehen zu müssen. Des Weiteren können durch die kontinuierliche Pflege eines Registers die Entwicklung ärztlichen Nachwuchses auch fachgebietsbezogen genauer prognostiziert, potentielle Engpässe in der zukünftigen ärztlichen Versorgung frühzeitig identifiziert und eventuell Gegenmaßnahmen geplant werden.