Pneumologie 2015; 69 - P223
DOI: 10.1055/s-0035-1544652

Die Behandlung in einem Lungenkrebszentrum ist mit einem längeren Überleben assoziiert

K Kambartel 1, F Griesinger 2, T Krbek 3, T Voshaar 1, K Willborn 4
  • 1Lungenzentrum, Krankenhaus Bethanien Moers
  • 2Department of Hematology and Oncology, Pius-Hospital Oldenburg
  • 3Thoraxchirurgie, Krankenhaus Bethanien Moers
  • 4Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Pius-Hospital Oldenburg

Im Nationalen Krebsplan ist die Bildung von Organkrebszentren ein zentrales Thema [1]. Es gibt bisher aber keine Daten zu einem Vergleich der Behandlungsergebnisse von Lungenkrebszentren (LKZ) mit länger geführten großen Krebsregistern.

Wir haben die Überlebensrate aus zwei zertifizierten Lungenkrebszentren (DKG) in West- und Nordwestdeutschland mit Überlebensdaten des Münchener Tumorregisters [2] und der nordamerikanischen SEER-Datenbank [3] verglichen. In den beiden LKZ wurden seit 2009 bzw. 2010 insgesamt 2458 Lungenkrebspatienten behandelt und das Überleben nachverfolgt. Die Daten beziehen sich auf alle in den beiden Lungenkrebszentren als Primärfälle definierte Patienten.

Das 1-, 2- bzw. 3-Jahresüberleben der Patienten im LKZ war im Vergleich mit dem Münchener Tumorregister um 14%, 16% bzw. 13% verbessert.

Bei der stadienbezogenen Auswertung zeigt sich insbesondere ein Vorteil für Patienten im Stadium III, weniger für die Patienten im Stadium I (Abb.):

Die Autoren führen das verlängerte Überleben insbesondere auf die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine konsequente konzeptionelle Versorgung in Lungenkrebszentren zurück. Hiervon profitieren offensichtlich vor allem Patienten, bei denen eine multimodale Therapie indiziert ist.

[1] www.bmg.bund.de/praevention/nationaler-krebsplan/

der-nationale-krebsplan-stellt-sich-vor.html

[2] www.tumorregister-muenchen.de/facts/surv/surv_C3334G.pdf vom 25.03.14

[3] seer.cancer.gov/csr/1975_2011/results_merged/sect_15_lung_bronchus.pdf