Pneumologie 2015; 69 - P41
DOI: 10.1055/s-0035-1544881

Identifikation perennialer Aeroallergene bei schweren Asthmatikern

J Schreiber 1, K Lerche 2
  • 1Fachbereich Pneumologie, Universitätsklinikum Magedeburg A. ö. R.
  • 2Novartis Pharma GmbH Nürnberg

Einleitung: Zur eindeutigen Diagnose und adäquaten Klassifizierung des schweren allergischen Asthmas ist eine Feststellung des atopischen Status inkl. der Detektion von perennialen Aeroallergenen unumgänglich. In der ärztlichen Praxis werden aus wirtschaftlichen Gründen durchschnittlich nur 8 Allergene pro Quartal getestet, wodurch mögliche Sensibilisierungen unentdeckt bleiben können.

Das Ziel dieses Projektes ist es, Daten über eine Sensibilisierung gegen perenniale Aeroallergene bei schweren, unkontrollierten Asthmatikern, bei denen bisher kein perenniales Aeroallergen identifiziert wurde, durch einen erweiterten RAST/ImmunoCAP-Test über 33 potenzielle perenniale Aeroallergene zu erfassen. Basierend auf diesen Ergebnissen kann möglicherweise zukünftig eine bessere Auswahl der zu testenden Allergene erfolgen und somit eine eindeutige Diagnosestellung gewährleistet werden.

Methodik: Neben der Blutuntersuchung auf 33 perenniale Aeroallergene werden teilnehmende Patienten anhand eines Dokumentationsbogen charakterisiert. Hierin werden Daten u.a. zur Asthmakontrolle, Symptomatik, Lungenfunktion, allergischen Komorbiditäten und Begleitmedikation erfasst. Insgesamt sollen 200 Patienten an diesem Projekt teilnehmen.

Ergebnisse: Zum heutigen Zeitpunkt, Status August 2014, haben bereits 36 Patienten an der Untersuchung teilgenommen. Bei 16 zuvor als nicht-atopisch eingeordneten Patienten konnte durch die ausführliche Testung von perennialen Aeroallergenen ein positiver Nachweis erbracht werden. Ergebnisse zur Art der nachgewiesenen Allergene und Informationen zum Krankheitsbild der jeweiligen Patienten werden Anfang 2015 vorliegen.