Rofo 2015; 187 - RK410_2
DOI: 10.1055/s-0035-1551393

Klassische Muster der interstitiellen Lungenerkrankungen

B Rehbock 1
  • 1Praxis für Diagnostische Radiologie, Berlin

Kurzfassung:

Interstitielle Lungenerkrankungen sind nach wie vor eine radiologische Herausforderung. Die Diagnostik beruht maßgeblich auf der hochauflösenden Mehrzeilen-Volumen-CT. Dabei stehen mehr als 100 Entitäten interstitieller Lungenerkrankungen 4 klassischen HR-CT-phänomenologischen Mustern gegenüber:

  • linear – retikulär.

  • nodulär.

  • vermehrte Dichte.

  • erniedrigte Dichte.

Diese deskriptiven CT-Muster basieren auf der Zuordnung der pathophysiologischen Reaktionsformen der einzelnen Erkrankungen zu den in der HR-CT sichtbaren pathologisch veränderten anatomischen Kompartimenten des Lungeninterstitiums. Wenige Entitäten sind durch die Ausprägung nur einer Musterkategorie gekennzeichnet und können damit diagnostisch eindeutig sein. Meistens jedoch bedingen weitgehend stereotype pathophysiologische Reaktionen des Lungeninterstitiums Musterüberlappungen, so dass für die Eingrenzung der HR-CT-Diagnose das dominante Bildmerkmal unter Berücksichtigung der gesamten Befundkonstellation in Korrelation zu den klinischen Daten ausschlaggebend ist. Auf der Basis der interstitiellen HR-CT-Anatomie der Lunge werden die Bildcharakteristika klassischer „Mustervertreter“ und die Leitbefunde der wichtigsten Befundkonstellationen an Beispielen erläutert.

Lernziele:

  • Kenntnis der HR-CT-Anatomie des Lungeninterstitiums.

  • Algorithmus der Musteranalyse.

  • Erkennen interstitieller Schlüsselbefunde.