Bei ca. 60 % aller gesunden Neugeborenen in Deutschland kann in den ersten Lebenstagen
eine
gelbliche Hautverfärbung beobachtet werden. Die Grenze zwischen einem physiologischen
und
einem pathologischen Verlauf ist nicht immer leicht zu ziehen. Die Herausforderung
ist,
aus der großen Zahl der Neugeborenen mit einem physiologischen Ikterus diejenigen
zu
erkennen, die eine gefährliche Hyperbilirubinämie mit einem Risiko einer
Bilirubinenzephalopathie entwickeln. Im Extremfall kommt es zu einem Kernikterus mit
schweren Behinderungen. Die toxische Wirkung des Bilirubins wird oft unterschätzt.