Palliativmedizin 2016; 17(01): 11
DOI: 10.1055/s-0035-1570436
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Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Buchbesprechung

Contributor(s):
H. Christof Müller-Busch
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Publication Date:
12 January 2016 (online)

Rechtzeitig zur engagierten Debatte für eine gesetzliche Regelung der Suizidbeihilfe erschien im Verlag Springer VS ein Sammelband mit Beiträgen von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen zur Frage „Was heißt in Würde sterben? Wider die Normalisierung des Tötens“. Gemeinsames Anliegen aller Autoren war es, die tendenziellen Gefahren darzustellen, die sich durch rechtliche Regelungen zur Sterbehilfe ergeben könnten, und die von der Öffentlichkeit, aber auch von Juristen und Ärzten geforderte Änderung der Rechtslage zur Suizidbeihilfe kritisch zu hinterfragen. Die Sorge, dass es auch in Deutschland zu einer Gefährdung des Lebensschutzes kommen könnte, wenn der „Tod auf Rezept“ Wirklichkeit würde und die Beihilfe zu Selbsttötung – in welcher Form auch immer – eine gesetzliche Legitimierung bekäme, zieht sich durch die 13 Aufsätze dieses Buches, das von den an der FernUniversität Hagen lehrenden Philosophen Thomas Sören Hoffmann und Marcus Knaup herausgegeben wurde.