Pneumologie 2017; 71(S 01): S1-S125
DOI: 10.1055/s-0037-1598385
Posterbegehung – Sektion Endoskopie
Bronchoskopie 2 (Zytologie & ELVR) – Christian Grah/Berlin, Ralf Heine/Halle (Saale)
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Prospektiv-randomisierter Vergleich der 19G und 22G EBUS-Nadeln

C Wolters
1  Abteilung für Interventionelle Pneumologie, Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum, Universitätsklinikum, Universität Duisburg-Essen
,
K Darwiche
1  Abteilung für Interventionelle Pneumologie, Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum, Universitätsklinikum, Universität Duisburg-Essen
,
D Franzen
2  Pneumologie, Universitätsspital Zürich
,
T Hager
3  Institut für Pathologie und Neuropathologie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen
,
G Weinreich
1  Abteilung für Interventionelle Pneumologie, Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum, Universitätsklinikum, Universität Duisburg-Essen
,
K He
4  Division of Medical Oncology, Department of Internal Medicine, The Ohio State University
,
L Freitag
2  Pneumologie, Universitätsspital Zürich
,
F Özkan
1  Abteilung für Interventionelle Pneumologie, Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum, Universitätsklinikum, Universität Duisburg-Essen
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
23 February 2017 (online)

 

Hintergrund:

Ziel dieser prospektiv-randomisierten bizentrischen Studie ist es, Probenqualität, -quantität und Komplikationsrisiko der neuen 19G EBUS-Nadel mit der 22G EBUS-Nadel zu vergleichen.

Materialien und Methoden:

60 Patienten mit vergrößerten (≥10 mm) Lymphknoten, die eine EBUS-TBNA erhielten, wurden eingeschlossen. Im Bronchoskopiesaal wurde randomisiert, ob die 19G oder 22G EBUS-Nadel verwendet wurde. Die EBUS-TBNAs wurden nach Entnahme in Formalin fixiert, gewogen und histologisch untersucht. Bei 55 Patienten wurden Tumor (TZ)- und Lymphozytenzellzahlen (LZ) anhand von 10 Gesichtsfeldern gezählt und mit der Anzahl vorhandener Gesichtsfelder multipliziert. Komplikationen und Diagnose der Patienten wurde erfasst.

Ergebnisse:

In die Studie wurden 60 Patienten, 30 pro Gruppe, eingeschlossen. Das Probengewicht pro Punktion betrug 11,5 mg in der 22G- und 15,7 mg (+36,5%) in der 19 G-Gruppe. Im Durchschnitt wurde in beiden Gruppen 3 x punktiert in beiden Gruppen. 47 Patienten (24;19G) wurden in der Endauswertung berücksichtigt (17 NSCLC, 11 SCLC, 3 Lymphom, 2 Sarkoidose, 12 regelhaftes Lymphknotenpunktat, 1 Nierenzellkarzinom, 1 nicht diagnostisch (19G)). Bei 5 Patienten sind die Nachbeobachtungsdaten noch inkomplett, 8 Patienten waren nicht nachverfolgbar. Die Sensitivität in der 19G Gruppe lag bei 96% in der 22G-Gruppe bei 100%. Von 55 Proben (23;19 G und 22;22 G) wurden LZ und TZ anhand der Gesamtprobe gezählt. Die LZ lag in der 22G-Gruppe bei 8685 in der 19G-Gruppe bei 9732, (+12%). Die TZ in der 22G Gruppe bei 11245, in der 19G-Gruppe bei 11606, (+3,2%). Komplikationen traten in beiden Gruppen nicht auf.

Zusammenfassung:

Bei Nutzung der 19G-Nadel zur EBUS-TBNA können Proben mit höherem Gewicht sowie höherer Lymphozyten- und Tumorzellzahl gewonnen werden. Das Komplikationsrisiko wird hierdurch nicht erhöht.