Pneumologie 2017; 71(S 01): S1-S125
DOI: 10.1055/s-0037-1598404
Posterbegehung – Sektion Kardiorespiratorische Interaktion
Herz – Gefäße – Lunge: Interaktionen und Kasuistiken – Hans-Jürgen Seyfarth/Leipzig, Jörg Friedrich/Heidelberg
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Targetverteilung von PDE-5-Hemmern und Endothelin-1-Rezeptorantagonisten in humanen Pulmonalgefäßen – eine immunhistochemische Untersuchung

S Hertling
1  Abteilung für Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Regensburg; Klinik für Thoraxchirurgie, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Regensburg
,
M Ried
1  Abteilung für Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Regensburg; Klinik für Thoraxchirurgie, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Regensburg
,
M Süßkind-von-Schwendi
2  Abteilung für Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Regensburg
,
HS Hofmann
1  Abteilung für Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Regensburg; Klinik für Thoraxchirurgie, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Regensburg
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
23 February 2017 (online)

 

Hintergrund:

Vasomodulierende Faktoren nehmen bei der Pathogenese der pulmonalen-arteriellen Hypertonie (PAH) eine Schlüsselrolle ein. Zur Graduierung der Gefäßveränderungen bei pulmonaler Hypertonie werden verschiedene morphologische Pathologien unterschieden.

Material und Methode:

50 Patienten wurden während einer Lobektomie Segmente von Pulmonalarterie (PA) und Pulmonalvene (PV) entnommen und immunhistologische Gefäßquerschnitte gefärbt (HE; Targetenzyme: ETA, ETB, PDE-5). Dabei handelt es sich um klinisch unauffällige Gefäßabschnitte. Zwei Untersucher haben die Präparate unabhängig und verblindet ausgewertet.

Ergebnis:

Die HE-Färbungen von PA und PV zeigten den typischen Aufbau eines Gefäßes mit Intima, Media und Adventitia. Innerhalb der drei Gefäßschichten konnten in 42% der Gefäße pathologische Veränderungen beschrieben werden (u.a. Fibrosen, Atherome). Pathologisch unauffällige Gefäße präsentieren ein homogenes Target-Verteilungsmuster, während dies in pathologisch veränderten Bereichen sich änderte.

Schlussfolgerung:

PA und PV zeigen in der Histologie und Immunhistochemie similares Verhalten. In klinisch makroskopisch unauffälligen Gefäßen zeigen sich atherosklerotische Veränderungen. Hiervon scheinen PA und PV gleichermaßen betroffen. Diese atherosklerotischen Veränderungen in Pulmonalgefäßen wurden bisher nur bei Patienten mit PAH beschrieben. Diese beschriebenen Veränderungen scheinen einen Einfluss auf die Targetverteilung- und dichte beider Gefäßarten zu haben.