Pneumologie 2017; 71(S 01): S1-S125
DOI: 10.1055/s-0037-1598415
Freie Vorträge – Sektion Arbeitsmedizin, Epidemiologie, Umwelt- und Sozialmedizin
Aspekte der Arbeitsmedizin: Leistungserfassung bis Gesundheitsrisiken – Dennis Nowak/München, Nicola Kotschy-Lang/Falkenstein
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Aussagemöglichkeiten der mobilen Ergospirometrie in Verbindung mit submaximaler Belastung

EM Marek
1  Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (Ipa)
,
O Hagemeyer
1  Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (Ipa)
,
R Merget
1  Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (Ipa)
,
T Brüning
1  Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (Ipa)
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
23.Februar 2017 (online)

 

Einleitung:

Zur Klärung der Belastungsatemnot empfehlen die Fachgesellschaften eine ergospirometrische Ausbelastung auf dem Fahrradergometer (CPET). Aufgrund von Kontraindikationen ist eine solche Belastungsuntersuchung im klinischen Alltag jedoch nicht immer durchführbar. Ziel der Studie es daher, die Durchführbarkeit und Aussagemöglichkeiten der mobilen Ergospirometrie in Verbindung mit submaximaler Belastung (mCPET) mittels 6-Minuten-Gehtest (6-MWT) zu untersuchen.

Material und Methode:

Retrospektiv wurden 40 Personen (n = 20 Patienten mit Pneumokoniose (CWP): 82 ± 6 Jahre, sowie 20 Probanden ohne kardiorespiratorische Erkrankung (K): 73 ± 12 Jahre) untersucht, welche einen 6 MWT (nach ATS) mittels einer mobilen Ergospirometrie (Qxycon Mobil® (Carefusion, Germany) in Form einer mCPET durchgeführt haben.

Ergebnisse:

Alle Probanden waren in der Lage, eine mCPET durchzuführen. 6 MWT-assoziierte Parameter (Wegstrecke, Geschwindigkeit) zeigten ein Plateau ab 2 – 3 Minuten (p > 0,01). Zwischen den beiden Gruppen konnten sig. Unterschiede (p < 0,01) aufgezeigt werden. Die mittlere Wegstrecke betrug 60%pred (CWP) bzw. 110%pred (K), die maximale Herzfrequenz 79% (CWP) bzw. 82% HFmax (K) und die VO2max 63,8 ± 13,4%pred bzw. 95,8 ± 1,2%pred (K). Es zeigten sich Korrelationen zwischen der VO2max und FEV1 (r = 0,82).

Diskussion:

mCPET ist im klinischen Alltag durchführbar und führt zu einer höheren Aussagekraft von submaximalen Belastungsformen bei Patienten, bei denen keine CPET durchführbar ist.