Pneumologie 2017; 71(S 01): S1-S125
DOI: 10.1055/s-0037-1598464
Posterbegehung – Sektion Pneumologische Onkologie
Lungenkarzinom II – Jens Kollmeier/Berlin, Andreas Gröschel/Aachen
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Pneumothorax ex vacuo bei Pleuramesotheliom

R Falkenstern-Ge
1  Klinik Schillerhöhe
,
M Kimmich
2  Abteilung für Pneumologische Onkologie, Klinik Schillerhöhe
,
M Wohlleber
1  Klinik Schillerhöhe
,
G Friedel
3  Thoraxchirurgie, Klinik Schillerhöhe
,
G Ott
4  Pathologie Rbk
,
M Kohlhäufl
5  Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie, Klinik Schillerhöhe
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
23 February 2017 (online)

 

Die Erkrankung oder das Phänomen Pneumothorax ex vacuo ist eine Komplikation des lobären Kollapses. Es ist eine Folge des Segmentverschlusses z.B. durch Mukos, Fremdkörperaspiration oder auch durch Fehllage eines endobronchialen Tubus zu einer akuten lobären Atelektase mit einem Anstieg des negativen intrapleuralen Druckes im Bereich des betroffenen Lobus. Als Folge davon kumuliert im Bereich des kollabierten Lobus Luft im Pleuraraum, so dass das Bild eines Pneumothorax mit Luftgefüllten Pleuraspalt entsteht. Der Pneumothorax ex vacuo bildet sich nach Beseitigung der bronchialen Obstruktion relativ rasch zurück. Die Platzierung eines Pleurakatheters ist nicht immer die indizierte Therapie, stattdessen soll eine Bronchoskopie mit Sichtung und Beseitigung der Obstruktion durchgeführt werden.

Unser Patient hat Pleuramesotheliom mit ausgedehntem Pleuraerguss mit schwerer Dyspnoe. Unter der fortlaufenden Chemotherapie konnten wir die Ergussmenge nicht reduzieren. Bei klinisch zunehmender Dyspnoe des Patienten wurde eine PleurX-Drainage implantiert.

Radiomorphologisch ergab bei unserem Patienten Pneumothorax ex vacuo nach der Implantation des PleurX-Katheters. Dennoch konnten wir bei dem Patienten eine deutliche Besserung der Dyspnoe feststellen. Die palliative Chemotherapie wurde auch fortgesetzt.