Pneumologie 2017; 71(S 01): S1-S125
DOI: 10.1055/s-0037-1598465
Posterbegehung – Sektion Pneumologische Onkologie
Lungenkarzinom II – Jens Kollmeier/Berlin, Andreas Gröschel/Aachen
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Y-Bifurkationsstent als Bridging für die kombinierte Radiochemotherapie bei zentral stenosierendem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom

R Schlott
1  Alfried Krupp Krankenhaus Essen
,
P Czyborra
1  Alfried Krupp Krankenhaus Essen
,
L Neven
1  Alfried Krupp Krankenhaus Essen
,
PC Schulte
1  Alfried Krupp Krankenhaus Essen
› Institutsangaben
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
23.Februar 2017 (online)

 

Bei zentral stenosierend wachsendem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom besteht durch eine Verlegung der zentralen Atemwege häufig eine erhebliche klinische Symptomatik mit Luftnot sowie persistierender Infektion durch Sekretverhalt. Bei primär inoperablen Befunden ist daher eine endoskopische Rekanalisation vor Einleitung einer Systemtherapie bzw. Strahlentherapie erforderlich. Am vorliegenden Fall konnte gezeigt werden, dass durch Einlage eines gecoverten Y-Nitinolstents zunächst eine sehr gute Besserung der Luftnot sowie Klärung der akut lebensbedrohlichen Situation erreicht werden konnte. Nach suffizienter kombinierter Radiochemotherapie konnte der einliegende Stent bei gutem Ansprechen auf die Therapie komplikationslos entfernt werden. Die daher als ursprünglich definitive Versorgung angesehene Stentimplantation kann aus Sicht der Autoren daher auch mit guter Sicherheit als Bridging bis zur Remission nach entsprechender Radiotherapie angeboten werden.