Pneumologie 2017; 71(S 01): S1-S125
DOI: 10.1055/s-0037-1598542
Posterbegehung – Sektion Klinische Pneumologie
COPD II – Timm Greulich/Marburg, Barbara Wagener/Ballenstedt
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Indacaterol/Glycopyrronium (IND/GLY) verzögert eine klinisch relevante Verschlechterung im Vergleich zu Salmeterol/Fluticason (SFC) bei symptomatischen COPD Patienten: zusammenfassende Analyse der LANTERN/ILLUMINATE Studien

O Kornmann
1  Institut für Klinische Forschung Pneumologie
,
A Anzueto
2  University of Texas Health Science Center and South Texas Veterans Healthcare System
,
K Kostikas
3  Respiratory, Novartis Pharma AG
,
K Mezzi
3  Respiratory, Novartis Pharma AG
,
S Fucile
4  Respiratory, Novartis Pharmaceuticals Corporation, East Hanover
,
G Bader
3  Respiratory, Novartis Pharma AG
,
S Shen
4  Respiratory, Novartis Pharmaceuticals Corporation, East Hanover
,
D Banerji
4  Respiratory, Novartis Pharmaceuticals Corporation, East Hanover
,
R Fogel
4  Respiratory, Novartis Pharmaceuticals Corporation, East Hanover
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Publication History

Publication Date:
23 February 2017 (online)

 

Einleitung:

COPD zeichnet sich durch eine fortschreitende Verschlechterung von Lungenfunktion, Lebensqualität sowie häufige Exazerbationen aus. Ein zusammengesetzter Endpunkt wie die klinisch relevante Verschlechterung (CID: clinically important deteoriation) kann ein Indikator für den Therapieerfolg der COPD sein. Eine post-hoc Analyse der LANTERN und ILLUMINATE Studien, welche den Einfluss von IND/GLY vs. SFC auf CID bei symptomatischen COPD Patienten ohne häufige Exazerbationen zeigt, wird vorgestellt.

Methoden:

Daten von zwei 26-wöchigen Studien mit COPD Patienten, die auf IND/GLY 100/50 µg o.d. oder SFC 50/500 µg b.i.d. randomisiert wurden, wurden zusammengefasst und das Risiko für das Auftreten von CID und dauerhafter CID anhand von zwei Definitionen (D1 und D2) analysiert.

D1: Abnahme von FEV1 ≥100 ml oder ≥4 Punkten im SGRQ Gesamtscore oder eine moderate bis schwere Exazerbation.

D2: identisch mit D1, jedoch wurde die FEV1 Abnahme durch eine Abnahme von ≥1 Punkt im TDI ersetzt.

Die CID wurde als dauerhaft definiert, wenn D1 oder D2 an zwei aufeinanderfolgenden Visiten im Abstand von > 4 Wochen vorlag oder in mehr als 50% aller folgenden Visiten auftrat oder wenn eine moderate bis schwere Exazerbation verzeichnet wurde.

Subgruppenanalysen wurden nach Geschlecht, COPD-Schweregrad, Alter, Raucherstatus und Eosinophilenzahl durchgeführt.

Ergebnisse:

Insgesamt wurden 1263 Patienten (IND/GLY n = 630, SFC n = 633) in die Analyse eingeschlossen. Behandlung mit IND/GLY verzögerte signifikant die Zeit bis zur ersten CID oder dauerhaften CID im Vergleich zu SCF nach D1 [HR (95% CI): 0,67 (0,57 – 0,80) bzw. 0,63 (0,52 – 0,77); jeweils p < 0,0001] oder nach D2 [HR (95% CI): 0,73 (0,61 – 0,88) bzw. 0,73 (0,59 – 0,91); jeweils p < 0,005). Subgruppenanalysen waren vergleichbar zur allgemeinen Analyse.

Schlussfolgerung:

IND/GLY reduzierte das Risiko einer klinisch relevanten Verschlechterung im Vergleich zu SFC in symptomatischen COPD Patienten.